Meeresmuseum
Deutsches Meeresmuseum lockt in der Nebensaison mit vielfältigen Veranstaltungen
Während der Winterferien vom 6. bis 17. Februar erwarten die Ferienkinder erlebnisreiche Veranstaltungen über das Meer und seine Bewohner. Im MEERESMUSEUM geht es „Auf Entdeckungsreise“ durch die tropische Aquarienwelt mit spannenden Familienführungen, Besuchen in der Präparationswerkstatt oder maritimen Aktionen auf einem echten Forschungsschiff.
Von den Tropen träumen ...
Die Bewohner der tropischen Aquarien im Meeresmuseum Stralsund
Tropische Impressionen sind derzeit im MEERESMUSEUM Stralsund zu bewundern. Dort lädt die Sonderausstellung „ACROPORA – zwei Museumsexpeditionen ins Rote Meer“ ein. Vor dreißig Jahren wurden zwei für damalige Verhältnisse ungewöhnliche Expeditionen des MEERESMUSEUMs abgeschlossen. Dabei konnten die sechs- bzw. fünfköpfigen Forschergruppen des Museums an 66 Tagen von morgens bis abends an den Riffen des Roten Meeres beobachten, erkunden, sammeln und fotografieren. Hauptergebnis der beiden Expeditionen ist ein naturgetreuer, fast fünf Meter hoher Riff-Ausschnitt als besonderer Anziehungspunkt im MEERESMUSEUM, der für den Schutz der bedrohten Korallenriffe sensibilisieren soll. Die aktuelle Sonderausstellung veranschaulicht mit originalen Ausrüstungsgegenständen der Expeditionen, informativen Tafeln und Filmmaterial den Verlauf, die Stationen, die Arbeiten unter Wasser sowie die Beobachtungs- und Sammelergebnisse dieser Reisen als wichtige Entwicklungsetappe des Deutschen Meeresmuseums. Auch die Aquarien des MEERESMUSEUMs entführen die Besucher in die Welt der Tropen und des Mittelmeeres. Gleich zu Beginn des Museumsrundgangs wecken vier tropische Becken die Neugier der Besucher und vermitteln u.a. Eindrücke von einem farbenfrohen Lagunenriff sowie Mangrovenwald. Der Großteil der Aquarien befindet sich jedoch im „Aquarienkeller“. Bei einer Wassertemperatur um die 18 °C fühlen sich hier u.a. geheimnisvolle Moränen, Langusten, Drachenköpfe und Brassen sichtlich wohl. Im größten Becken findet man sogar ein angedeutetes Schiffswrack inmitten einer Seegraswiese. Gleich nebenan tummeln sich Bewohner der Tropen bei durchschnittlich 25 °C Wassertemperatur. Hier fühlen sich diverse Korallenarten, Garnelen, Grundeln und Barsche ebenso heimisch wie Tiere mit außergewöhnlichen Namen: Schokoladen-Doktorfisch, Juwelen-Kammzähner oder Paletten-Leierfisch. Im 50.000-Liter-Haibecken leben Ammenhaie, Marderhaie und Braunbandbambushaie. In einem anderen Aquarium faszinieren giftige Meerestiere wie Rotfeuer- und Steinfisch. Außerdem begeistern Seepferdchen, ein Krake und die kleinen „Nemos“.

Auch „Nemo“ tummelt sich in den tropischen Aquarien Foto: Johannes-Maria Schlorke
Paten für meereskundliche Schätze
Die verborgenen Sammlungsstücke des MEERESMUSEUMs entdecken und bewahren helfen
Das MEERESMUSEUM hütet einen ganz besonderen Schatz. Der wertvollste Besitz eines Museums und auch des MEERESMUSEUMs sind seine Sammlungen. Das Einzigartige daran ist der meereskundliche Schwerpunkt der etwa 44.000 Sammlungsstücke, deren Vielseitigkeit bei einer Briefmarke beginnt und bis zu Großexponaten der Fischerei und Meeresforschung reicht.
Auf der einen Seite sind sie die sichtbaren Geschichtenerzähler in den Ausstellungen über Mensch und Meer. Herausragende Ausstellungsstücke wie die berühmte Lederschildkröte „Marlene“, die Gesichtsmaske von See-Elefant „Roland“ und der Finnwal im Chor der Katharinenhalle sind darunter zu finden. Diese haben dem MEERESMUSEUM sein unverwechselbares Gesicht gegeben.
Wunderbar geheimnisvoll ist die Welt der Sammlungen, in welche die Museumswissenschaftler den Besuchern nur selten Einblick gewähren. Groß dahinter ist die Herausforderung, die unwiederbringlichen Raritäten unter optimalen Bedingungen zu erhalten.
Wer sich für die Geschichte hinter den Exponaten interessiert und sich gleichzeitig für die Sammlungen des MEERESMUSEUMs engagieren möchte, kann dies auf einfache Weise tun. Zum 60. Geburtstag des Deutschen Meeresmuseums haben Förderverein und Museum ein Patenschaftsprogramm ins Leben gerufen. Für 60 markante, imposante und interessante Objekte, größten Teils aus den Magazinen des Museums, können Patenschaften mit einer Laufzeit von fünf Jahren abgeschlossen werden. Während einige Exponate schon einen Paten gefunden haben, warten andere nach dem Motto „Pate gesucht – Sammlungsschatz gefunden“ noch darauf, vielleicht Ihr ganz persönliches „Patenkind“ zu werden.
Eines der Patenschaftsobjekte ist der imposante Schädel eines Orcawals mit seinen kräftigen spitzen Zähnen, der an der Wand des Chors der Katharinenhalle im MEERESMUSEUM zu finden ist. Das dazu gehörige Skelett des 1851 vor Neu Mukran auf Rügen gestrandeten Ostsee-Irrgastes, bisher noch nie in einer Ausstellung des MEERESMUSEUMs zu sehen, ist gerade auf Reisen und wird für eine geplante Sonderausstellung in Münster generalüberholt. Die Pflege und der Erhalt dieser unwiederbringlichen Originale ist eine ganz wichtige Aufgabe, die zeit- und kostenintensiv ist.

Schädel eines 1851 vor Neu Mukran gestrandeten Orcas
Foto: DMM/Johannes-Maria Schlorke
Weitere Informationen:
Patenschafts-Flyer an der Museumskasse
http://www.meeresmuseum.de/60-geburtstag-2011/patenschaften.html
Schwarzspitzenriffhaie und Meeresschildkröten teilen sich friedlich ein Aquarium im Meeresmuseum
Foto: Johannes-Maria Schlorke
Fütterungszeiten im MEERESMUSEUM und OZEANEUM
(Änderungen vorbehalten):
Meeresmuseum
Haibecken: Di und Fr 14 Uhr
Schildkrötenbecken:
Mo, Mi und Fr 13.15 Uhr
Ozeaneum
Nordseebecken „Offener Atlantik“:
Mo, Mi + Fr 11 Uhr
Nordseebecken
„Offener Atl./Haie“:
Mo + Fr 11 Uhr
Ostseebecken „Kattegatt“:
Mo 11 Uhr
Ostseebecken „Kreideküste“: Mo 15 Uhr
Ostseebecken „Hafenbecken“: Di 11 Uhr
Ostseebecken „Flussmündung“: Di 13.30 Uhr
Pinguine-Anlage: (Kindermeer) täglich 11.30 Uhr
365 Tage die Sammlung und wissenschaftliche Arbeit des Deutschen Meeresmuseums aus 60 Museumsjahren entdecken
Im Jahr 1951 als städtisches Natur-Museum von Prof. Otto Dibbelt in den Räumen des ehemaligen Dominikanerklosters St. Katharinen in Stralsund gegründet, hat sich das Deutsche Meeresmuseum in den 60 Jahren seines Bestehens zu einem international anerkannten Museum entwickelt. Aufgrund seiner Konzeption ist es eine außergewöhnliche Einrichtung, denn weltweit widmen sich nur wenige Museen so speziell und umfassend der wissenschaftlichen Bearbeitung und musealen Darstellung des Lebensraumes Meer. Das spiegelt sich auch in den vier unterschiedlichen Standorten und ihren Themenschwerpunkten wieder: Vom MEERESMUSEUM mit meereskundlichen Ausstellungen und tropischen Aquarien, über das OZEANEUM mit dem Schwerpunkt nördliche Meere sowie das NAUTINEUM mit Großexponaten der Meeresforschung und Fischerei bis hin zum NATUREUM mit Bezug zur lokalen Flora und Fauna der Darßer Ostseeküste zeigt das Deutsche Meeresmuseum die Komplexität des Themas Meer. Um die Vielfalt der meereskundlichen Themen vermitteln zu können, wird im Jubiläumsjahr 2011 an jedem der 365 Tage eine Besonderheit des Deutschen Meeresmuseums mittels detailgetreuer Fotos und spannender Anekdoten vorgestellt. Die Fotos stammen zum größten Teil von Fotograf Johannes-Maria Schlorke, der auch das Gesamtkonzept des Projekts und die Gestaltung der Webseite zusammen mit dem Deutschen Meeresmuseum erarbeitete.
Ab 1. Januar 2011 können Interessierte einen täglichen E-Mail-Newsletter erhalten. Die Anmeldung dafür ist ab sofort unter www.365entdeckungen.de möglich. Mit dem Deutschen Meeresmuseum auf Entdeckungsreise gehen und die Welt der Meere in all ihren Facetten erleben – jeden Tag aufs Neue, ein ganzes Jahr lang.
Höhepunkt ist das 350.000-Liter-Becken der Meeresschildkröten. Durch ein 21 Zentimeter dickes und knapp 25 Quadratmeter großes „Schaufenster“ können die urzeitlich anmutenden Reptilien beobachtet werden. In die 36 Tropenaquarien des MEERESMUSEUMs kann man trockenen Fußes täglich ab 10 Uhr „abtauchen“.

Auf drei Ausstellungsebenen werden Meereskunde, Meeresbiologie, Fischerei sowie Flora und Fauna der Ostsee dargestellt.
Aufregende Weltmeere erleben in Stralsund
Mit kosten- und zeitlich günstigen Kombi-Tickets
drei Standorte des Meeresmuseums in Stralsund erkunden
Einmal tropische Meeresbewohner erleben, in die nördlichen Meere eintauchen und sich wie ein Meeresforscher fühlen? Kein Problem! Mit den drei Monate gültigen Kombi-Tickets kann man alle drei Stralsunder Standorte des Deutschen Meeresmuseums besuchen. Im OZEANEUM geht es in einem architektonisch spektakulären Neubau auf eine europaweit einmalige Unterwasserreise durch die nördlichen Meere. In den Aquarien leben Bewohner aus Ostsee, Nordsee, Nordatlantik und Polarmeer, u.a. Schwarmfische und Rochen im größten Becken mit 2,6 Mio. Litern Wasser. Die Ausstellungen thematisieren das Weltmeer als größten Lebensraum der Erde sowie die Erforschung und Nutzung der Meere. Außerdem sehen die Besucher Europas größte Ostsee-Ausstellung sowie die Schau „1:1 Riesen der Meere“ mit Wal-Nachbildungen in Originalgröße in Kooperation mit GREENPEACE, bspw. einen 26 Meter langen Blauwal. Für die jüngsten Besucher wurde das „Meer für Kinder“ konzipiert. Neu eröffnet wird im Sommer die Pinguin-Anlage auf der Dachterrasse des OZEANEUMs. Unter dem Klosterdach des ehemaligen Dominikanerklosters St. Katharinen befindet sich das Stralsunder MEERESMUSEUM mit spannenden Ausstellungen zu Meereskunde, Meeresbiologie, Fischerei sowie Flora und Fauna der Ostsee. Besonders beeindruckend sind hier das 15 Meter lange Skelett eines Finnwals, der präparierte Eisbär, die Japanische Riesenkrabbe und die Lederschildkröte. In den Aquarien mit Tieren des Mittelmeeres und der Tropen tummeln sich u.a. Ammenhaie, niedliche Seepferdchen, kleine „Nemos“ und bunte Korallenfische. Publikumslieblinge sind die riesigen Meeresschildkröten, die in einem 350.000-Liter-Aquarium leben und durch ein etwa drei mal acht Meter großes „Schaufenster“ beobachtet werden können – in Deutschlands größtem Schildkrötenbecken. Auf der kleinen Insel Dänholm zwischen Stralsund und Rügen findet man das NAUTINEUM mit imposanten Großexponaten der Fischerei und Meeresforschung. Kutter und ein historischer Fischerschuppen geben einen Einblick in die vorpommersche Küstenfischerei. In der architektonisch auffälligen 14 Meter hohen Bootshalle befindet sich neben kleineren Strandbooten das Museums-Zeesboot STR 9 unter voller Besegelung. Das weitläufige Freigelände lädt zu einem Spaziergang ein und der Abenteuerspielplatz zum Toben. Besonders spannend ist das Unterwasserlabor „Helgoland“, welches sogar von innen erkundet werden kann. Spätestens hier fühlt man sich dann wie ein „echter Meeresforscher“.
Der Leopardenmaderhai trägt seinen Namen nicht von ungefähr Foto: DMM
Alle weiteren Informationen:
Telefon 03831 / 2650210
www.meeresmuseum.de
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