Wetter auf Rügen

Werbung

banner

Stand Up Paddle auf Rügen lernen

Routenplaner

TOP Ausflugstipps

Ausflugstipp: Putbus
Die von Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus letzte planmäßig erbaute Residenzstadt und Modellstadt des Späten Klassizismus präsentiert sich als ein "italienischer Traum" mit Stuck, Säulen und Rosen. Zentrum ist der Circus, ein kreisrunder Platz mit einem 19 Meter hohen Obelisken im Zentrum um den sich 15 klassizistische Häuser gruppieren. Die weiße Stadt im grünen Herzen Rügens ist die Kulturhauptstadt der Insel

Startseite » Rügen aktuell » Museen » Kulturhistorisches Museum

Kulturhistorisches Museum

 

Das Kulturhistorische Museum


Die Eingangssituation des Museums wird bis 2013 neu gestaltet
Foto: Jens Frank

 

Links: Um 1930 öffnet sich die Anlage des Katharinenklosters in dem seit 1924 das Museum untergebracht ist, mit einer einladenderen Brüstungsgestaltung
Rechts: Diese Front boten Katahrinenkloster und Museum zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Mönchstraße
Fotos: Stadtarchiv Stralsund

 

„Ein Häppchen von mir“

Helga Piur liest aus ihrer Biographie – Garantie für einen vergnüglichen Abend

 


Foto: Agentur

 

Die fröhliche, selbstbewusste Zahnarzthelferin namens Häppchen aus der Fernsehserie »Zahn um Zahn« ist nach all den Jahren noch immer in den Herzen vieler Zuschauer präsent.
Verwundert ist darüber niemand – außer vielleicht Helga Piur selbst. Mit natürlicher Leichtigkeit gibt uns die Schauspielerin in ihrer kürzlich veröffentlichten Biographie Einblicke in ihr aufregendes Leben vor und hinter der Kamera, mit privaten und bisher unveröffentlichten Details: wie sie die Kindheit während des Krieges in Berlin-Köpenick überstand, von der schweren Krankheit ihres ersten Mannes oder der Geburt ihrer Tochter. Trotz so einiger Rückschläge im Leben, hat Piur – wie sie Ehemann Günter Stahnke liebevoll nennt – ihren Humor und ihr sympathisches Wesen bis heute beibehalten. Helga Piur, die vor drei Jahren ihren 70. Geburtstag feierte, arbeitete dreißig Jahre beim Deutschen Fernsehfunk.
Am 27. April, um 19.30 Uhr, holt Helga Piur die eigentlich schon im vergangenen Jahr geplante Lesung im Remter des Stralsunder Kulturhistorischen Museums nach. Karten an der Museums- bzw. Abendkasse.

Telefonische Vorbestellungen unter 03831/287916.

 

 

Schatzkammer der Hansestadt

Traumhafte Denkmalsubstanz des Kulturhistorischen Museums bekommt gläsernen Eingang


Eigentlich ist eine Schatzkammer verschlossen mit Eisentüren, Schlössern und Siegeln. Die Schatzkammer der Hansestadt Stralsund, das Kulturhistorische Museum ansässig in der traumhaften Denkmalsubstanz des einstmaligen Katharinenklosters der Dominikaner Mönche, will in Zukunft den umgekehrten Weg gehen. Die Eingangssituation aus der barocken Bürgerhausfassade und dem Anbau des 19. Jahrhunderts mit seinem kleinen Treppengiebel und einem holprig gepflasterten Vorplatz soll in Zukunft seine Pforten zur Mönchstraße hin mit einem gläsernen Vorbau öffnen. Wo jetzt noch manch einer vorbeieilt ohne die Tiefe, Größe und Bedeutung der dahinter befindlichen Schätze zu erahnen, wird durch den neuen Eingang die Wahrnehmung für das älteste Museums Mecklenburg-Vorpommerns mit seiner 150jährigen Sammlungsgeschichte und seinen reich gefüllten Magazinen und Ausstellungsräumen im Stadtgefüge der Weltkulturerbe nicht mehr zu übersehen sein. Anfang Februar prüft der Gestaltungsbeirat, ob die Pläne sich in das architektonische Ensemble der Weltkulturerbestadt sensibel einfügt und dann beginnen noch in diesem Jahr die Arbeiten, die 2013 ihren Abschluss finden sollen. Bald schon, so schwärmt Museumsdirektor Dr. Andreas Grüger, gewährt eine Glasfront bereits von der Straße aus Einblick in den langen Kreuzgang mit seiner mittelalterlichen Gewölbearchitektur. Dort wo jetzt noch ein kleines Schaufenster einige besondere Magazinstücke präsentiert, wird dann der Blick der Passanten direkt in die Tiefe der einstigen Klosteranlage und damit in die Ausstellung gezogen. Auch ausstellungskonzeptionell wird sich in der näheren Zukunft einiges verändern.

Der Hiddenseer Goldschmuck bekommt Dauerausstellung
Foto: Annett Geldschläger

 

Zum einen wird der berühmteste Schatz des Museum, der über 1000jährige  Hiddenseer Goldschmuck, der derzeit nur zu Ausnahmeereignissen im original zu sehen ist, eine neukonzipierte Dauerausstellung erhalten. Zum anderen wird die barocke Sammlung des schwedischen Generalgouverneurs Axel Graf von Löwen, die  wertvolle nautische und astronomische Messgeräte, eine bedeutsame Bibliothek und Gemälde umfasst in den Fokus gerückt. Und die Stralsunder Spielkartenfabrik und die Fayendcen-Manufaktur, die deutschlandweit historische Aufmerksamkeit verdienen, werden zu ihrer Bedeutung entsprechenden Ausstellungsschwerpunkten avancieren.
Es lohnt die fünf Standorte des Kulturhistorischen Museums, das Katharinenkloster, den Museumsspeicher, das Museumshaus, das Dielenhaus und das Marinemuseum auf dem Dänholm zu entdecken. Hier wird die Stralsunder und regionale Geschichte von der Frühzeit über das Mittelalter, das Baorck, die schwedische und die Preußische Zeit bis in die Gegenwart mit einzigartigen Ausstellungsstücken beleuchtet.

 

 

 

Totenkronen - Denkmäler der Liebe

Erste Sonderausstellung des neuen Jahres im Stralsunder Kulturhistorischen Museum


Aufwendig gestaltete Totenkrone des
19. Jahrhunderts
Foto: Kulturhistorisches Museum

 

Mit einem eher schaurig-schönen Thema beginnt die Ausstellungssaison in diesem Jahr. Geht es doch um ganz besondere Denkmale der Liebe, die heutzutage schon fast in Vergessenheit geraten sind. Totenkronen. Das Stralsunder Museum besitzt drei. Die älteste kam 1879 in die Sammlung. Was es mit den zum Teil äußerst kunstvoll gestalteten Gebilden auf sich hat, verrät eine Wanderausstellung, die ergänzend zu den eigenen Exponaten und mit zusätzlichen Leihgaben bereichert, am 16. März um 18 Uhr im Museumsspeicher eröffnet wird. Zusammengestellt von Dr. Phil. Sylvia Müller, führt uns die Exposition bis ins 16. Jahrhundert zurück, in eine Zeit, wo die Totenkrone bei der Bestattung von früh verstorbenen zur Begräbniskultur dazugehörte. Diese besondere Ehrung wurde Kindern und unverheirateten jungen Frauen und Männern bis etwa zum 30. Lebensjahr gewährt. Nach den damaligen Glaubens- und Lebensvorstellungen gehörte die Hochzeit zum Lebenskreis eines jeden Menschen und so wurde dem Verstorbenen mit der „Vermählung nach dem Tode“ das „Anrecht auf eine ordentliche Hochzeitszeremonie“ auf diese Weise zugestanden. Zeugnisse sind neben den eigentlichen Totenkronen auch noch die Kronenbretter. Denn wurden die Kronen anfangs noch mit in den Sarg gelegt, ging man später dazu über, diese auf entsprechenden kleinen Konsolen in den Kirchen anzubringen, um so an die Verstorbenen zu erinnern. Natürlich waren die Kronen zu ihrer Zeit auch Statussymbole. Je wohlhabender die Familie des Dahingeschiedenen, umso prunkvoller fiel das „Denkmal der Liebe“ aus.

 

 

Ansichten – Neuerwerbungen seit 1990

Sonderschau in der nach langer Bauzeit wiedereröffneten Großen Galerie des Katharinenklosters


Museumsmitarbeiterin Dorina Kasten freut sich über die „Badende“ von Fritz Cremer
Foto: Jutta Grudziecki

 

Wenn am 30. März, nach monatelanger Bauzeit, die Große Galerie im Katharinenkloster mit der Sonderausstellung „Ansichten – Neuerwerbungen seit 1990“ endlich wieder zum Besuch einlädt, dann werden auch die drei gerade erst über eine Schenkung in das Kulturhistorische Museum gekommenen Objekte nicht fehlen. Zur großen Freude der Stralsunder Kultureinrichtung übergab kurz vor dem Ende des vergangenen Jahres ein privater Sammler zwei Gemälde und eine Plastik in den Besitz des Hauses. Damit wurde der eigene Bestand erneut um reizvolle Kunstwerke bereichert.
Immerhin stammt die Bronze „Badende“ von 1949 aus der Hand von Fritz Cremer. Sie ist für den Bereich der Bildenden Kunst ein ganz besonderer Zugewinn, da bisher nur wenige figürliche Arbeiten im Depot zu finden sind. Aber auch die beiden Ölbilder „Badefreuden am Ostseestrand“ (1966) von Manfred Böttcher und Carl Lohses „Ostseefischer beim Einholen des Fanges“ aus den 1950er Jahren sind wunderbare Ergänzungen der hauseigenen Sammlung, zumal sich alle drei Arbeiten mit maritimen Themen beschäftigen.  

 

„Skurrile Arztgeschichten“ zum Frauentag im Remter

Dieter Bellmann, alias Professor Dr. Gernot Simoni aus der ARD-Serie „In aller Freundschaft“ und Akustikgitarrist Frank Fröhlich, bringen zum Frauentag am 8. März ein humorvolles Programm auf die Remterbühne im Katharinenkloster. Die beiden Sachsen erzählen musikalisch unterlegt, Geschichten aus dem Arztalltag und nehmen dabei Anleihen bei Wilhelm Busch, Michail Bulgakow und Anton Tschechow. Beginn der Veranstaltung um 19.30 Uhr.

 

Österliches im Kulturhistorischen Museum

Am  Sonnabend den 17. März um 15.30 Uhr, lädt der Singletreff Kultur zum Gestalten selbst gefertigter Osterdekoration ein (vorherige Anmeldung).
Am 25. März findet ab 10 Uhr das beliebte Osterbasteln für die ganze Familie im Remter statt. Dazu gibt es ein buntes Frühlings- und Kinderliederprogramm der Juri-Gagarin-Schule, ein vielfältiges Bastelangebot der Museumspädagogik und für den kleinen Hunger frisch gebackene Waffeln sowie Tee und Kaffee.

 

 

Museumsspeicher (Böttcherstraße 23)

Wer sich für vorpommersche Tradition und Lebensart interessiert, sollte auf keinen Fall einen Besuch des Museumsspeichers versäumen. Das aus der Mitte des 18. Jh. stammende und zu DDR-Zeiten restaurierte Gebäude verbirgt hinter seinen Mauern eine umfangreiche volkskundliche Sammlung. Die ständige Ausstellung hier gibt Auskunft über das Leben der Seefahrer und Fischerbauern auf Darß und Mönchgut. Da ist auch ein Blick in die „Gute Stube“ von vor 100 Jahren erlaubt, wo natürlich die allseits bekannten Englischen Hunde genauso ihren Platz haben, wie Stiefelknecht und Spinnrad. Allerlei interessante Gerätschaften sind in der großen, nachgestellten Küche zu entdecken. Neben Butterwiege und liebevoll verzierten und bemalten Waschhölzern gibt es eine gläserne Fliegenfalle zu bestaunen, die sicher auch heute noch sinnvoll ist. Ergänzt wird die Schausammlung mit regionaltypischer Kleidung. Ein ganz besonderes Exponat ist der noch immer funktionstüchtige, hölzerne Flachwebstuhl. Zeugnisse für das Handwerk sind außerdem eine komplette Drechslerwerkstatt und Teile einer Schmiede. Hausmodelle vermitteln ein anschauliches Bild über die damaligen Wohnverhältnisse.
Bereits im Erdgeschoss des Hauses empfängt den Besucher eine ganz besonders reizvolle Ausstellung, die Kindheitsträume wieder lebendig werden lässt. Zu sehen ist hier Spielzeug aus alter und neuer Zeit – Baukästen, Kinderbücher, Puppen, Stoff- und Holztiere, bis hin zu detailgetreu eingerichteten Puppenhäusern. Regelmäßig wechselnde Kunstausstellungen gehören außerdem zum Ausstellungsprogramm.

 

Museumshaus (Mönchstraße 38)

Das ehemalige Krämerhaus ist das größte Einzelexponat des Museums. Hier können Besucher über 600 Jahre Wohnkultur nacherleben. Auf einzigartige Weise von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz saniert und restauriert, ist die so lebendig vermittelte Hausgeschichte wohl einmalig in Deutschland. Noch bis zum Ende der 70er Jahre als Wohnraum genutzt, machen die hier von Jahrhunderten dokumentierten Lebensspuren die besondere Faszination des Objektes aus. Beim Betreten der Diele fällt die noch gut erhaltene zweiflügelige Tür aus dem Rokoko besonders ins Auge. Der steinerne Fußboden geht auf die Entstehungszeit des Hauses im 14. Jh. zurück. Die ältesten Details gibt es jedoch im Keller und im obersten der vier Speicherböden zu entdecken. So ist das noch funktionstüchtige, gotische Aufzugsrad im Spitzboden eines der ältesten in Nordeuropa. Funde, die während der Sanierung gemacht wurden und Auskunft zur Alltagskultur der einstigen Bewohner geben, sind ebenso in die Ausstellung integriert, wie besondere Einbauten für Besucher wieder sichtbar wurden, beispielsweise die, hinter dem Wandpaneel verborgene, abklappbare Schreibplatte aus dem 17. Jh. in der sogenannten „Hübschen Stube“, im ersten Stock. Über 20 unterschiedliche Schichten von Tapeten, gesichert aus den einzelnen Räumen, finden die Museumsgäste ebenso zusammengestellt, wie Informationen zur Baugeschichte und zum Sanierungskonzept.
Mit der Eröffnung der Museumsaußenstelle, im Jahre 1999, wurde auch die historische Altstadt um einen Kleinod reicher.

 

Marinemuseum (Sternschanze – Dänholm)

Wenn man das im Grünen gelegene Ausstellungsgelände erreicht hat, sind als erstes die Originale eines Marinehubschraubers und eines Torpedoschnellbootes, auf der großzügig angelegten Freifläche, augenfällig. Beim Rundgang durch die sich ebenfalls hinter denkmalgeschützten Mauern befindenden Ausstellungsräume, erfährt der Gast Wissenswertes über die militärgeschichtliche Entwicklung des Dänholms, im Zusammenhang mit der Geschichte der alten Festungs- und Garnisonsstadt Stralsund. Immerhin schlug hier die Geburtsstunde für die spätere Preußische Marine. Die gesamte Schausammlung beinhaltet eine sorgfältige Auswahl an Bildern, Übersichten, Schemata, Uniformen, Waffen, Flaggen, Dokumenten, Modellen und Ausrüstungsgegenständen. Zu den nichtmilitärischen Bereichen gehören die Ausstellungsabschnitte zu Forschungsergebnissen der Unterwasserarchäologie und zur Geschichte der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft. Sonderausstellungen mit maritimen Themen ergänzen regelmäßig das ständige Ausstellungsangebot.

 

Kulturhistorisches Museum der Hansestadt Stralsund
mit den Außenstellen Museumsspeicher/ Museumshaus/ Marinemuseum

Mönchstraße 25-27
18439 Stralsund
Tel.: 49(0)3831-28790

Fax: 49(0)3831-280060
Direktor: Dr. Andreas Grüger

 

Öffnungszeiten des Museums
Dienstag bis Sonntag: 10.00 – 17.00 Uhr

www.stralsund.de
kulturhistorisches-museum@stralsund.de


nach oben