Kulturhistorisches Museum
„Ein Häppchen von mir“
Lesung mit Helga Piur aus ihrer kürzlich veröffentlichten Biografie
Die fröhliche, selbstbewusste Zahnarzthelferin namens Häppchen aus der Fernsehserie »Zahn um Zahn« ist nach all den Jahren noch immer in den Herzen vieler Zuschauer präsent. Verwundert ist darüber niemand –außer vielleicht Helga Piur selbst. Mit natürlicher Leichtigkeit gibt uns die Schauspielerin in ihrer kürzlich veröffentlichten Biografie Einblicke in ihr aufregendes Leben vor und hinter der Kamera: wie sie die Kindheit während des Krieges in Berlin-Köpenick überstand, von der schweren Krankheit ihres ersten Mannes oder der Geburt ihrer Tochter. Trotz so einiger Rückschläge im Leben, hat Piur – wie sie Ehemann Günter Stahnke liebevoll nennt – ihren Humor und ihr sympathisches Wesen bis heute beibehalten.
»Ich habe jeden Satz ihrer Erinnerungen geradezu verschlungen und kann mir vorstellen, dass Häppchens Erinnerungen viele Menschen zum Lächeln, zum Lachen, aber auch zum Nachdenken anregen werden…«, so Schauspielkollege Günter Schubert dazu.
Helga Piur, die vor zwei Jahren ihren 70. Geburtstag feierte, arbeitete dreißig Jahre beim Deutschen Fernsehfunk und auch nach 1989 stand die gebürtige Berlinerin für Fernsehserien und Kinofilme vor der Kamera und ist noch immer auf der Bühne zu erleben. Sie lieh für die deutsche Synchronisisation großen Schauspielkolleginnen wie Claudia Cardinale und Brigitte Bardot ihre Stimme.
Am 14. Oktober, 19.30 Uhr, ist Helga Piur im Remter des Kulturhistorischen Museums der Hansestadt Stralsund zu Gast und hat ihr in der Eulenspiegel-Verlagsgruppe erschienenes Buch „Ein Häppchen von mir“ im Gepäck.
Weitere Informationen:
Karten an der Museums-/Abendkasse
Telefonische Vorbestellung: 03831/287916
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Helga Piur bekannt als Zahnarzthelferin Häppchen aus "Zahn um Zahn"
Foto: ???
Interkulturelle Woche im Museum
Vorträge über die Afghanistanproblematik und die Lebenswirklichkeit in Sri Lanka im Remter
Wenn im September wieder die bundesweite Interkulturelle Woche stattfindet, wird in Stralsund auch das Kulturhistorische Museum mit dabei sein.
Bereits am 7. September ist Dr. Andrè Brie im Remter des Katharinenklosters zu Gast und spricht zur Thematik „Raus aus Afghanistan – Aber wie? Die Veranstaltung wird gemeinsam von Museum und der Rosa-Luxemburg-Stiftung/ Freundeskreis Stralsund initiiert.
Um „Fliegende Hunde, Elefanten, Warane, Tempel, Tee und Zimt, traditionelle Fischer bei der Arbeit…“ geht es im Vortrag von Dr. Günter Gubsch, am 28. September, ebenfalls im Remter. Der Fischereibiologe, der bis 1991 am Institut für Hochseefischerei und Fischverarbeitung Rostock und danach bis 1996 als Berater des Ministers für Landwirtschaft und Fischerei in Oman gearbeitet hat, ist seit 1998 am Betrieb einer kleinen Teeplantage in Sri Lanka beteiligt und hält sich seitdem regelmäßig für mehrere Monate jährlich im Land auf. Im Vortrag geben Videos und Dias Einblicke in das facettenreiche Leben der einheimischen Bevölkerung. Gezeigt werden Fischer beim Aussetzen und Einholen der Netze in ihren traditionellen Booten und das Pflücken von Teeblättern sowie die Bearbeitung von Zimtrinde. Zu sehen sind ebenso religiöse Zeremonien singhalesischer Buddhisten. Auf die Rolle buddhistischer Mönche im Alltagsleben der Bevölkerung und deren Einfluss auf die Politik des Landes gibt der Vortrag ebenso Auskunft, wie auf die Probleme des Zusammenlebens der unterschiedlichen ethnischen und religiösen Bevölkerungsgruppen des Inselstaates. Da sich Dr. Gubsch auch im Januar/ Februar 2005, das heißt wenige Wochen nach dem verheerenden Tsunami sowie ein reichliches Jahr später in Sri Lanka aufgehalten hat, wird er zudem über die Auswirkungen der Naturkatastrophe und die daraus resultierenden Schutzmaßnahmen berichten.
Beide Veranstaltungen beginnen jeweils um 19 Uhr. Während der Eintritt am 7. September frei ist, zahlen Interessierte am 28. September Eintritt von 3 Euro.
Dr. Günter Gubsch ist durch seine Aufenthalte in Sri Lanka zu einem Kenner geworden
Foto: Günter Gubsch
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