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Ausflugstipp: Putbus
Die von Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus letzte planmäßig erbaute Residenzstadt und Modellstadt des Späten Klassizismus präsentiert sich als ein "italienischer Traum" mit Stuck, Säulen und Rosen. Zentrum ist der Circus, ein kreisrunder Platz mit einem 19 Meter hohen Obelisken im Zentrum um den sich 15 klassizistische Häuser gruppieren. Die weiße Stadt im grünen Herzen Rügens ist die Kulturhauptstadt der Insel

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Plattdütsch Späldäl

 

De Seeröwer von Mönchgaut

Plattdütsch Späldäl to Stralsund feiert im Februar mit Stück um Mönchguter Original Premiere


Looks ließ sich sogar auf Postkarten als Seerhundjäger ablichten
Historische Abbildung: Mönchguter Museen

 

Ein zufälliger Fund im Archiv ließ Karl Peplow nicht mehr los. Eine selbstbiografische gedruckte Lebensgeschichte eines ungewöhnlichen Mannes vom Rügener Mönchgut. Martin Looks ist sein Name und würde er heute Leben, er wäre wahrscheinlich erfolgreicher Unternehmer, Hollywood-Schauspieler oder in sonst einer beeindruckenden Weise, seines Glückes Schmied. Zu seinen Lebzeiten, als die Rügener immer schwerer von der Fischerei leben konnten und die Insel mehr und mehr von Berliner Urlaubern für die Sommerfrische entdeckt wurde, sich aus den ehemaligen Fischerorten mondäne Seebäder entwickelten, zahlte es sich aus, dass Martin Looks een echt "plietschen Kiel" war, wie die Plattdeutschen sagen würden. Ihm fiel immer noch etwas ein, wie sich der Lebensunterhalt bestreiten ließ und so richtig zur Fischerei und zum Bootsbau fühlte er sich wohl auch nicht geboren. Die größte Freude bereitete ihm die Jagd - auf Wild am liebsten das kapital des Fürsten von Putbus oder eben wie damals üblich auch auf Seehunde. Zwar fand er in Christiane Koos die Frau für leben, doch wird diese – schenkt man der von ihm selbst verfassten Lebensgeschichte glauben – sich manchmal gefragt haben, ob er mehr mit ihr oder mit seiner Flinte verheiratet war, wenn er des nachts lieber durch die Wälder der Granitz zog als ins warme häusliche Nest zurückzukehren.
Jedenfalls fand er, auch wenn nicht selten am Rande der Legalität und immer wieder im Konflikt mit der Obrigkeit, immer wieder neue Wege seinen Lebensunterhalt zu finden – Fischerei, Bootsbau, Wilderei, Wetten, Seehundjagd und eben Jagdausflüge  mit den Mönchguter Urlaubsgästen, denen so manches Seegarn erzählt werden konnte.
Seine Lebensgeschichte "Der Seeräuber von Mönchgut. Sein Leben und seine Taten", herausgegeben im Eigenverlag Martin Looks, jedenfalls verkaufte sich ebenso wie seine Postkarten mit seinem Seebären-Konterfei wohl so gut, dass er wahrscheinlich sogar eine zweite Auflage drucken ließ.
Karl Peplow, selbst Rügener Jung, der mit plattdeutsch als Muttersprache aufgewachsen ist, ist sein Leben lang schon fasziniert von den besonderen Geschichten seiner Rügener Heimat. Eine solche Geschichte musste er einfach in ein Stück für die Plattdütsch Späldäl to Stralsund verwandeln. Denn auch seine Mitstreiter dieser besonders engagierten plattdeutschen Laienbühne, die es bereits seit 1920 gibt und die damit die älteste bestehende niederdeutsche Bühne hier im Norden ist, lieben diese Stoffe aus der Heimat für ihre Bühne.
Am 3. Februar um 19.30 Uhr feiert nun ihr neues Stück "De Seeröwer von Mönchgaut" im Großen Haus in Stralsund mit 16 Spielern der Bühne und unter Regie von Hans Löbnitz vom Theater Vorpommern Premiere.

Links: Mit Oberwachtmeister Lüdtke geriet Look nicht nur einmal in seinem Leben aneinander
Rechts: Bei den Seehundjagdausflügen mit Badegästen verkaufte Looks sich als rauhbeinigen Seebären 

 

Bisherige weitere Vorstellungen:
5. Februar, 15 Uhr, Großes Haus in Stralsund
1. April, 16 Uhr, Landestheater Neustrelitz
29. April, 15 Uhr, Theater im Stadthafen Rostock
weitere Termine werden noch bekanntgegeben

Weitere Informationen:
Plattdütsch Späldäl to Stralsund e. V.
www.plattduetsch-spaeldael.de
Plattdütsch Späldäl to Stralsund bei Facebook

 

Mudder Schultens isenharte Fuust

Hörspiel der Plattdütsch Späldäl to Stralsund nach einer Geschichte von Martha Müller-Grählert


Sturm heult beunruhigend um das Haus und auch im Haus ist kein Frieden, obwohl es doch ein Trauerhaus ist und trauernde Stille das Haus erfüllen sollte. Die alte Schulten-Mudder liegt im Sarg auf der Diele und harrt aufgebahrt der Trauergäste und ihres letzten Weges nach dem Friedhof. Doch so wie das Kerzenlicht in der dämmrigen Diele unruhig flackert, so „flackern“ auch die Familienangehörigen, Knecht und Magd durch das Haus und über den Hof, nur mühselig die Erleichterung über den Tod der alten Bäuerin verbergend. Und bei allem der Gräuel vor den halb geöffneten Augen der Toten, die sich nicht schließen lassen und der eisenharten Faust, die sich nicht öffnen und wie bei Toten üblich falten lässt. Mit dieser Faust hat die Schulten-Mudder Hof und Familie über 20 Jahre – seit dem Tod des Schulten-Bauern – regiert und „dalbögt“ (niedergehalten). So wenig Liebe wie die alte Frau Familie und Untergebenen entgegenbrachte, so wenig Liebe und Vergebung sind diese nun fähig am Totenbett zu empfinden. Stattdessen hat der Streit um das Erbteil des schuldenfreien Hofes begonnen bevor die Alte unter der Erde ist. Nur Klein-Gerda, das einzige Enkelkind, trauert ehrlichen Herzens um die geliebte Großmutter. Beide verband eine besondere Herzlichkeit, die alle stets verwunderte. Was wird nun aus der geballten Faust im Sarg, was sollen die Nachbarn denken, wenn sie sie zu sehen bekommen?

Die plattdeutsche Spielbühne aus Stralsund, die man gewöhnlich auf der Theaterbühne erleben kann, hat im vergangenen Jahr die Erzählung von Martha Müller-Grählert „De Fuust“ als Hörspiel inszeniert und in der Greifswalder Musikfabrik aufgenommen: Der selten gewordene Klang der plattdeutschen Sprache – in der in dieser Gegend üblichen sprachlichen Eigenart – zum Nachhören.

Erworben werden kann das Hörspiel für € 10,00 entweder direkt bei der Späldäl to Stralsund oder in der Weilandbuchhandlung in Greifswald.

 

 

 

Weitere Informationen und Kontakt:
Plattdütsch Späldäl to Stralsund e. V.
www.plattduetsch-spaeldael.de
Jan Barnewitz
Dörpstraat 1,
18565 Neuendorf/Hiddensee
janbarnewitz@web.de

 

 

 

 

 

Späldäl mit "De Chorproov" on Tour

Dat Insingen is dat Wichtigste!“

Foto: Plattdütsch Späldäl to Stralsund
v.l. Jan Barnewitz (Dirigent), Gerd Subklew (Tenor), Ellen Pietsch (Sopran), Sonja Hahm (Alt) und Herbert Seidel (Bass) bei der „Chorproov“

 

 

 

 

 

 

Darauf legt der Dirigent und Chorleiter Werner Weber in der Farce „Chorproov“ ganz besonderen Wert. Leicht hat er es nicht mit seinen vier Sängern, die ihm alle nicht konzentriert genug sind. Umgekehrt wirkt ein genervter, überdrehter und sehr taktloser Leiter nicht gerade harmonisierend auf einen Chor. Folglich sind die Ergebnisse, trotz der Aussicht auf eine Chorreise in die Karibik, katastrophal.

In der Regie von Ralf Lehm versuchen Ellen Pietsch (Sopran), Sonja Hahm (Alt), Herbert Seidel (Bass), Gerd Subklew (Tenor) und Jan Barnewitz (Dirigent) die richtigen Töne zu treffen.

 

 























































Weitere Späldäl Termine:

03.02.2012, 19.30 Uhr, Premiere: De Seeröwer vun Mönchgaut, Premiere
               Großes Haus, Theater Vorpommern, Stralsund
05.02.2012, 15.00 Uhr, De Seeröwer vun Mönchgaut, 2. Vorstellung
               Großes Haus, Theater Vorpommern, Stralsund
17.03.2012, 14.00 Uhr, De Chorproov, Plattdeutscher Nachmittag, Wiek/Rügen
01.04.2012, 16.00 Uhr, De Seeröwer vun Mönchgaut,
               Landestheater Neustrelitz
29.04.2012, 15.00 Uhr, De Seeröwer vun Mönchgaut,
               Theater im Stadthafen Rostock

 

Sie haben ein tolles Publikum, passende Räumlichkeiten und ein Herz für die plattdeustche Sprache? Warum holen Sie sich die Schauspieltrupppe der Plattdütsch Späldäl to Stralsund nicht zu sich? Mit allen personell und bühnentechnisch kleineren Stücken geht die Späldäl in der Region auch on Tour (im Sommer und bei passender Witterung auch gerne mal open Air)

Weitere Informationen und Kontakt:
Plattdütsch Späldäl to Stralsund e. V.
www.plattduetsch-spaeldael.de
Jan Barnewitz
Dörpstraat 1,
18565 Neuendorf/Hiddensee
janbarnewitz@web.de

 


 


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