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Ausflugstipp: Putbus
Die von Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus letzte planmäßig erbaute Residenzstadt und Modellstadt des Späten Klassizismus präsentiert sich als ein "italienischer Traum" mit Stuck, Säulen und Rosen. Zentrum ist der Circus, ein kreisrunder Platz mit einem 19 Meter hohen Obelisken im Zentrum um den sich 15 klassizistische Häuser gruppieren. Die weiße Stadt im grünen Herzen Rügens ist die Kulturhauptstadt der Insel

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Joja Wendt präsentiert „Das Beste am Klavier“

Der virtuos-witzige Klavier-Entertainer mit neuem Programm
von Klassik bis Jazz


Joja Wendt begeistert auch Jene, die klassische Klavierkonzerte meiden

 

Unterhaltsam, kurzweilig, überraschend, komisch – wohl wenige würden diese Attribute einem typischen Klavierkonzert zuschreiben. Aber alles andere als typisch ist schließlich der Klavier-Virtuose Joja Wendt. Wer sonst etwa lässt, beispielsweise beim Pferderennen-Thema SAIMA, so eindrucksvoll halsbrecherisch seine Finger über die Tasten galoppieren? Wer sonst benutzt neben den Fingern auch die geballten Hände oder sogar die Nase, um möglichst authentisch – wie von Fäustlingen behindert – den ESKIMO-Song pianistisch perfekt darzubieten? Allein auf zwei Klavieren musiziert Joja Wendt genauso selbstverständlich, wie er gelegentlich die Anweisung ,,zu vier Händen“ – etwa mit Helmut Zerlett – völlig neu interpretiert. Wenn beide gemeinsam nämlich eigenhändig den ,,Ungarischen Tanz“ spielen, hindert sie das nicht daran, sich gegenseitig mit der jeweils anderen Hand Wein einzuschenken. Spätestens dann wird deutlich, dass Joja Wendt mehr bietet, als nur kauzigen Klavier-Klamauk: Immer humorvoll, zeitweilig auch hintersinnig, eröffnet er breit grinsend einem Publikum die Tür zu den Konzertsälen, das trotz einer drängenden Liebe zum Klavier die oftmals gezwungene Gravität eines klassischen Klavierkonzertes scheut. So außergewöhnlich wie der Künstler ist, so selbstverständlich folgt er auch in der Auswahl der Stücke für das neue Programm ,,Das Beste am Klavier“ seinen streng subjektiven Maßstäben. Ein buntes Portfolio ist das Ergebnis, das genauso aus den Highlights der klassischen Musik besteht wie aus Boogie-Woogie-Knüllern und Jazz-Perlen. Dabei darf man vor allem auch auf die Geschichten gespannt sein, die Joja Wendt mit diesen Stücken verbindet und in denen wohl die Ursachen zu suchen sind, warum sie für ihn das ,,Beste am Klavier“ darstellen. Und diese erzählt der Star-Pianist am Sonntag, den 28. Februar um 19.30 Uhr auf seine eigene Weise: virtuos, witzig, amüsant, spontan! Denn der Klavier-Entertainer Joja Wendt ist vor allem eines: ein begnadeter Geschichtenerzähler.

Reservierung und weitere Informationen:
Telefon 038301/80 86, service(at)theater-putbus.de

 

 

Drei Sängerinnen sind die Swingin' Ladies

The Savoy Dance Orchestra presents: The Cat Pack Berlin
mit einer Reise durch den Swing

 

Drei bemerkenswerte Sängerinnen, die verschiedener nicht sein könnten

 

Ella Fitzgerald, Sarah Vaughan, The Andrew Sisters, Peggy Lee, Rosemary Clooney, Bette Midler und Barbara Streisand sind die weiblichen Gesangsstars, die mit den großen Titeln der Swing-Ära und den wunderbaren Songs aus Hollywood Weltruhm erreichten. Mit der Musik solch großartiger Komponisten wie George Gershwin, Duke Ellington, Johnny Mercer, Harold Arlen, später dann George Benson oder Cover-Versionen zum Beispiel eines Billy Joel bewegten diese Vocal Stars ihr Publikum. In der Wiederentdeckung und neuen Interpretation dieser zeitlos wunderbaren Musik und unterstützt von einer jungen Generation großartiger Sängerinnen verbeugt sich Swingin' Ladies vor diesen großen Damen der Gesangskunst. Begleitet von den ausgewiesenen Swing-Experten des Savoy Dance Orchestras nimmt Swingin' Ladies die Zuhörer mit auf eine Reise, in der jeder Song eine Neuentdeckung zu sein scheint. Getroffen haben sich die drei Sängerinnen in der deutschen Multi-Kulti-Metropole Berlin mit einer gemeinsamen Leidenschaft: das American Songbook auf ihre Art neu und sehr weiblich zu interpretieren. Nicht von ungefähr nennen sie sich – Bezug nehmend auf das legendäre männliche Triumvirat – gern das Cat Pack Berlin. Siggy Davis bringt den Blues in diese musikalische Verbindung ein, Marysol Ximinez-Carrillo sorgt mit spanischem Blut für Latinklänge. Die Dritte im Bunde, Bettina Meske, lässt die Songs der großen Filmdiven aufleben. Zusammen präsentieren die Damen den Swing in seiner ganzen Vielseitigkeit und den unterschiedlichen Weiterentwicklungen – sie zeigen den Swing am Freitag, den 19. Februar um 19.30 Uhr, wie er heute ist: ungebrochen in seiner direkten und mitreißenden Wirkung sowie aktuell und modern durch seine Fähigkeit, verschiedene Strömungen und Stile in sich aufzunehmen.

Reservierung und weitere Informationen:
Telefon 038301/80 86, service(at)theater-putbus.de

 

 

Soul Pictures Zwei Ballette von Ralf Dörnen

Ballett Vorpommern lässt das Thema „Seele“ mit Musik
in Tanz und Bewegung verschmelzen

 

Fließend ist die Begegung von Musik und Seele – emotional bis spirituell

 

Der erste Ballettabend dieser Spielzeit am Sonntag, den 28. März um 15 Uhr entsteht aus der Beschäftigung mit dem großen Themenkomplex „Soul – Seele“ und den Fragen: Wie bestimmt die Seele unser Leben? Welche Gefahren schlummern in ihr? Welchen Wandlungen ist sie unterworfen? Ist sie lebendiges Wesen? Das Leben? Grundsätzlich Person oder spiritueller Natur? Ralf Dörnen lässt sich von unterschiedlichen Musikquellen inspirieren und kreiert Seelenbilder – Soul Pictures; berührt werden Körper, Sinne, Empfindungen, Spiritualität. Soul-Musik als Synonym für schwarze Pop-Musik bestimmt den ersten Teil des Abends. In den 1950er Jahren verschmolz Gospel mit Rhythm ’n’ Blues. Es entstand eine Musik, die „soulful“ war: gefühlsbetont, mit viel Seele und geprägt von starker Emotionalität. Soul leistet(e) in seinen verschiedenen Ausprägungen den Spagat, für den weißen Massenmarkt geglättet zu sein und gleichzeitig politisch und gesellschaftlich ein neues schwarzes Selbstverständnis zu repräsentieren. In den 1960er Jahren erlebte der Soul seinen Höhepunkt und steigerte sich zum pompösen, mit vielen, vor allem klassischen Instrumenten angereicherten Sound. Die Bandbreite der Musik reicht von der gefühlvollen Ballade bis zur temporeichen Tanznummer von Soulgrößen wie Ray Charles, Dionne Warwick, Aretha Franklin, Marvin Gaye, Seal u.a. Die 1970er, 80er und 90er Jahre brachten eine musikalische Auffächerung des Souls mit sich; es etablierten sich Funk und Disco, Jazz, Hip-Hop, elektronische Musik wie House, Techno, Acid Jazz; ein Crossover bis hin zum Mainstream Pop. Im zweiten Teil des Abends findet „Vom Winde beweint“ des georgischen Komponisten Giya Kancheli (Jg. 1935) eine tänzerische Umsetzung. Kanchelis 1990 entstandenes viersätziges Werk trägt den Untertitel „Liturgie für Orchester und Solo-Viola“. Die Art der Liturgie, die dieser Musik zugrunde liegt, lässt sich kaum bestimmen; so hat das Motiv der Solo-Viola einen meditativen, gebetsähnlichen Charakter, und der Wechsel der einzelnen Ensemblegruppen erweckt den Eindruck antiphonalen Singens. Es ist ein eindrucksvolles Erlebnis, diese zeitgenössische Musik zu hören, die ihre Legitimation und Wirksamkeit aus dem Umstand bezieht, dass sie von zeitlosen, gar überzeitlichen Dingen spricht.

Reservierung und weitere Informationen:
Telefon 038301/80 86,
service(at)theater-putbus.de

 

 

Fischer & Jung Ensemble: Ladies Night

Komödie von Stephen Sinclair & Anthony McCarten
nach dem Erfolgsfilm „Ganz oder gar nicht“

 

 Sechs Freunde strippen enthusiastisch gegen die Arbeitslosigkeit an

 

Sechs Freunde in einer englischen Industriestadt, alle ohne Arbeit, fassen den Entschluss, eine ganz neue Existenz zu gründen: Als die „Wilden Stiere“ wollen sie Männer-Striptease bieten. Dabei stellt sich auch ihnen die programmatische Frage „Ganz oder gar nicht?!“ ... Was kann man tun, wenn man arbeitslos ist, die Stütze hinten und vorne nicht reicht, also dringend Geld gebraucht wird, und man zudem auch noch Ärger mit der Ehefrau hat. Vor diesen Problemen stehen die Freunde Craig, Norman und Barry, als sie wieder einmal in ihrem Pub zusammen sitzen. Als Barry berichtet, dass seine Frau mit ihren Freundinnen zu den „Chippendales“, einer Männer-Strip-Truppe, geht, fällt Craig die Lösung auf all ihre Fragen ein: Mit einer eigenen Truppe könnten sie jede Menge Geld mit leichter Arbeit verdienen. Die Freunde reagieren eher zurückhaltend bis ablehnend, doch Craig, überzeugt von seiner Idee, gelingt es, sie mit seinem Elan anzustecken. So machen sie sich an die Arbeit und organisieren ein Vortanzen, über das sie Wesley und Gavin kennenlernen; einen Namen haben sie auch schon für ihre Truppe, doch wie stellt man eine wirklich gute Show auf die Beine? Schnell wird offensichtlich, dass sie professionelle Hilfe benötigen ... „Ladies Night“ ist eine turbulente Komödie, die durch ihre Doppelbödigkeit überzeugt. Sie erzählt am Samstag, den 7. und Sonntag, den 8. März um 19.30 Uhr im Inseltheater Putbus auf heitere, ironische und unbeschwerte Weise von dem Kampf ganz gewöhnlicher Menschen gegen die alltägliche Verzweiflung, vom Mut, der aus dem Bauch kommt und Unmögliches möglich macht.

Reservierung und weitere Informationen:
Telefon 038301/80 86,
service(at)theater-putbus.de

 

 

Landesweites Festival im Jubiläumsjahr

20 Jahre Festspiele Mecklenburg-Vorpommern –
auch Jagdschloss Granitz Seebrücke Sellin dabei

 

Der Ausnahmetrompeter Gábor Boldoczki ist Preisträger in Residence 2010
                                           Foto: Bernd Lasdin

 

Mit weit über 100 Konzerten an mehr als 70 Spielstätten bietet das drittgrößte flächendeckende Musikfestival Deutschlands auch im 20. Jahr seines Bestehens vom 13. Juni bis zum 12. September wieder uneingeschränkten Musikgenuss inmitten der malerischen Landschaften Mecklenburg-Vorpommerns. Kirchen und Gutshäuser, Klöster und Schlösser, Parkanlagen und ehemalige Industriegebäude bilden die unverwechselbare Kulisse für intime Soloabende, gesellige Kammerkonzerte und tongewaltige Sinfoniekonzerte. Ein vorherrschendes Instrument wird 2010 die Trompete sein. Gábor Boldoczki, Ausnahmetrompeter und ECHO KLASSIK-Preisträger in der Sparte „Instrumentalist des Jahres“, wird als Preisträger in Residence der Festspiele für strahlenden Bläserklang sorgen und mit seinem Trompetenspiel die Saison maßgeblich mit gestalten. Mit dem Trompeter Guido Segers präsentiert Gábor Boldoczki eine große Open-Air-Trompetengala, während er in der Festspielscheune Ulrichshusen solistisch neben dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin auftritt, das an diesem Abend mit Schumanns Sinfonie Nr. 3 die musikalische Romantik entfacht. Auch das alljährliche Kammermusikfest der Preisträger, das sich vor allem durch die Vielseitigkeit des Programms auszeichnet, findet in diesem Jahr unter Gábor Boldoczkis Leitung statt. Zusammen mit dem Preisträger in Residence 2008 Daniel Müller-Schott und anderen Musikerkollegen wird er außerdem den „Karneval der Preisträger“ eröffnen. Unter diesem Titel findet im September das dritte Picknick-Pferde-Sinfoniekonzert auf dem Landgestüt Redefin statt, das zusammen mit einem Konzert in Ulrichshusen den Rahmen der Festlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern bildet. Dort erklingt unter anderem der berühmte „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns, bei dem Schauspieler Armin Mueller-Stahl als Rezitator auftritt. Dirigent des Abends ist Markus Poschner, der zusammen mit der NDR Radiophilharmonie das karnevalistische Treiben auf der Bühne anführt. Darüber hinaus geben sich auch dieses Jahr wieder internationale Spitzenorchester, -dirigenten und Musiker auf dem Landgestüt Redefin die Ehre: Den Anfang machen im Juni Kent Nagano und das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin zusammen mit der Pianistin Mari Kodama sowie im Juli der Geiger Daniel Hope und das WDR Sinfonieorchester unter Semyon Bychkov. Auch der 30-Seelen Ort Ulrichshusen ist wieder Tummelplatz großer Weltstars der klassischen Musik. So gastieren u.a. das Rundfunk Sinfonieorchester Berlin einmal unter Kristijan Järvi und ein weiteres mal unter Gilbert Varga sowie das Kammerorchester Basel unter Giovanni Antonini in der Festspielscheune des idyllisch gelegenen Ortes. Ein weiterer Höhepunkte 2010 ist das Musikfest zu Ehren von Frédéric Chopins 200. Geburtstag auf Schloss Bothmer in Klütz, das die Norddeutsche Philharmonie Rostock unter Peter Leonard zusammen mit Preisträgern wie Denys Proshayev und Jonathan Gilad präsentiert.

 

 Konzerte der Jungen Elite auch wieder auf der Insel Rügen                                    Foto: Festspiele MV

 

Neben den Konzerten an Hauptspielorten wie Ulrichshusen, Redefin und Klütz, die im Spielplan der Festspiele bereits fest verankert sind und als Kulturstätten weit über die Grenzen Mecklenburg-Vorpommerns Bekanntheit erlangt haben, definieren sich die Festspiele MV auch weiterhin über die zahlreichen Konzerte der Jungen Elite, den internationalen musikalischen Spitzennachwuchs, der an den verschiedensten Spielorten des Landes, bspw. auf der Insel Rügen, sein Können unter Beweis stellt. Dabei liegt es den Festspielen insbesondere am Herzen, neue Künstler und deren Potential zu entdecken sowie neue attraktive Spielstätten aufzuspüren. Der Zuhörer hat dadurch die Möglichkeit, an einem einmaligen, durch Künstler, Ort und Publikum geprägten Konzerterlebnis teilzunehmen, das unvergessliche Höhepunkte bereit hält.

Das ausführliche Programm der Saison, Karten für die Konzerte sowie alle weiteren Informationen sind im Internet unter www.festspiele-mv.de, telefonisch unter 0385 / 5 91 85 85 und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

 

 


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