Liebe Leserinnen und Leser,
so klirrend hatte der Winter die Insel Rügen lange nicht mehr im Griff! Auch hierzulande setzte Tief Daisy Einwohnern und Gästen am Jahresanfang zuerst einmal ordentlich zu bzw. hat sie mancher Orts, wie auf der Halbinsel Wittow, richtiggehend ein paar Tage festgesetzt, sprich: eingeschneit. Schlagzeilen wie „Schnee-Chaos dauert an: Keine Entwarnung für Dörfer“, „Landwirte kämpfen mit gegen weiße Massen“ oder „Lage nach wie vor ernst – Kein Durchkommen zum Supermarkt“ in der hiesigen Tagespresse rissen da sogar manch in sich gekehrten Fischkopp zu Äußerungen wie „Endlich ist hier auch im Winter mal was los!“ hin.
Dann erreichte Rügen die für den mittlerweile schon fast Klimawandel, also milde Winter, gewohnten Flachländer „polare Kälte“ – und blieb uns auch für eine ganze Weile erhalten. Und wie immer im Leben: Was des einen Freud, ist des Anderen Leid. Alle, die nicht jobtechnisch draußen unterwegs sein mussten und natürlich insbesondere die Kinder freute es. Jedoch der ach so flexible Mensch der modernen Industriegesellschaft verweichlicht scheinbar, seine hochtechnisierte Arbeits- und Lebenswelt wird von einem einzigen natürlichen Naturereignis lahm gelegt. „Früher waren die Winter immer so!“, hören wir es jedenfalls bei uns in der Redaktion von den „alten Hasen“. Zumindest konnten auch wir endlich wieder einmal fantastische Winteraufnahmen für das Foto-Archiv schießen.
Allerdings war unser Magazin währenddessen ziemlich erfolgreich auf der weltgrößten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau – der Internationalen Grünen Woche – in Berlin vertreten. Die rügen aktuell-Sonderausgabe im A3-Format ging dort besonders auf dem Rügentag „wie geschnitten Brot“. Vielleicht hatten einige von Ihnen ja Gelegenheit, Köstlichkeiten der Insel zu genießen und sich für einen Rügen-Urlaub begeistern zu lassen.
Den kann man hier übrigens auch exzellent in der Nebensaison verbringen, denn im Februar und März gibt es nichts Schöneres, als bei einsamen Strandspaziergängen verbliebene Eisformationen zu bestaunen, sich danach in den Restaurants und Wellness-Bereichen u.a. des neuen Loev SPAs in Binz rundum verwöhnen zu lassen oder auch in der Jasmund-Therme von Neddesitz mit der ganzen Familie wild badezuspaßen. Unser Tipp: Wer privat Großes plant in 2010, der kann sich dafür bspw. einmal auf der 5. Rügener Hochzeitsgala im Schlosshotel Ralswiek umschauen.
Und um noch einmal auf das allseits beliebte Thema Wetter zurück zu kommen: Wenn die ersten Bärlauch-Spitzen im Putbuser Schlosspark hoffentlich spätestens Ende März wieder aus dem noch harten Boden sprießen, dann haben wir den Winter definitiv geschafft – und zwar, bevor er uns geschafft hat!
Ihr Redaktions-Team
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