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Ausflugstipp: Putbus
Die von Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus letzte planmäßig erbaute Residenzstadt und Modellstadt des Späten Klassizismus präsentiert sich als ein "italienischer Traum" mit Stuck, Säulen und Rosen. Zentrum ist der Circus, ein kreisrunder Platz mit einem 19 Meter hohen Obelisken im Zentrum um den sich 15 klassizistische Häuser gruppieren. Die weiße Stadt im grünen Herzen Rügens ist die Kulturhauptstadt der Insel

RUGIA 2012

 

RUGIA. Rügen-Jahrbuch 2012 erschienen

20. Jahrgang des Periodikums mit Beiträgen zur Natur- und Kulturgeschichte Rügens ab Juli erhältlich

 

RUGIA, das Rügen-Jahrbuch oder auch RUGIA Journal, wie es in früheren Ausgaben bezeichnet wurde, ist auf der Insel Rügen und in der Umgebung eine feste Größe in der Vielfalt der Rügen-Publikationen. In diesem Jahr erscheint mit der Ausgabe 2012 der 20. Jahrgang, eine großartige Leistung des unermüdlich die Arbeit fortsetzenden Vereins INSULA RUGIA, der das Periodikum seit 1993 jährlich herausgibt. Das Jahrbuch steht aber schon in der viel älteren Tradition des Rügener Heimatkalenders, der erstmals im Jahr 1908 erschien. Mittels ehrenamtlicher und engagierter Autoren entstehen so Jahr für Jahr Beiträge zur Geschichte, Natur, Geologie und Kultur der Insel und Puzzleteil für Puzzleteil wird die RUGIA-Reihe zu einer wachsenden Bibliothek und Themensammlung über die Insel Rügen.
Auch der 20. Jahrgang wartet wieder mit 20 abwechslungsreichen und gut recherchierten Aufsätzen von Wissenschaftlern, Literaten, freien Autoren und sachkundigen Inselbewohner auf. Die Themen befassen sich mit Natur- und Landschaft, wie Wolf-Albrecht Panzigs Kapitel über die Feuersteinfelder bei Prora, Bodo Noacks Blick auf den Jasmunder Bodden oder eine Seeadler-Fotogeschichte von Naturfotograf Rico Nestmann. In altbewährter Manier haben auch geschichtlich geprägte Beiträge keinen geringen Umfang, darunter Fritz Petricks Darstellung über den Rügenfürsten Wizlaw II., Renate Schaarschuhs Auseinandersetzung mit dem bislang letztbekannten und im Stralsunder Archiv aufgespürten Hexenprozess von Rügen. Ebenso hat auch die Architektur- und Baugeschichte ihren Platz im RUGIA 2012 gefunden. Wulf Krentzien wirft einen Blick auf das im Jugendstil erbaute Sassnitzer Gemeindehaus und Sibylle Berger rückt Rügens Pfarrhäuser in ihren Fokus. In weiteren Beiträgen wendet sich Sebastian Reiche dem Maler, Graphiker und Zeichner Tom Beyer zu, wertschätzt Lutz Grope Rügener, Hiddenseer und Vilmer Wildobst oder stellt Angela Pfennig einen Ausschnitt aus der Gartenbaugeschichte Rügens des 19. Jahrhunderts dar. Diese und viele weitere Themen gilt es zu entdecken und damit auch die größte Insel Deutschlands, ihre Besonderheiten, Historie und Kultur ein Stück mehr zu begreifen. Einen festen Platz im Jahrbuch haben plattdeutsche Erzählungen. Mit "Dat Kalf ohne Kopp" und "Die Hexen von Ummanz" rückt Muttersprachler Karl Peplow wieder einmal seiner Lieblings- und Heimatinsel mit seinen Geschichten zu Leibe. Wie gewohnt beschließt die Chronik des Zeitgeschehens auch dieses Jahrbuch. Das Buch ebenso die Vorgängerausgaben bis auf wenige vergriffenen Jahrgänge ist wie üblich über den INSULA RUGIA Verband, den Buchhandel auf Rügen, in Stralsund und Greifswald und über die Rügendruck GmbH Putbus zu beziehen.

 

RUGIA 2012, 20. Jahrgang, über 120 Seiten, viele Abbildungen, für 9,50 Euro

 

 


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