Jagdschloss Granitz ist beliebtes Ausflugsziel
Vom Turm des Jagdschlosses kann man die gesamte
Insel Rügen überblicken
Das Jagdschloss Granitz wurde ab 1837 von dem Berliner Architekten Johann Gottfried Steinmeyer für Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus errichtet. Wie ein Wahrzeichen bekrönt der verputzte Backsteinbau den Tempelberg, weithin sichtbar ist sein hoher Mittelturm. Eine umfangreiche Trophäensammlung und historisch ausgestattete Salons erinnern an die ehemalige Nutzung des Jagdschlosses. Auf einer Fläche von 200 Quadratmetern zeigt das Jagdschloss eine Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Pommerschen Landesmuseum Greifswald eingerichtet wurde. Kunstwerke und mediale Präsentationen sowie Architektenentwürfe und -modelle sind dort zu sehen. Ein lebensgroßes Porträtgemälde aus dem Privatbesitz derer von Putbus stellt den visionären Bauherrn Fürst Wilhelm Malte I. vor. Als Gründer der Stadt Putbus hat er eine der schönsten Residenzen und Seebäder Preußens erbaut. Mit seinem letzten und kostspieligsten Bauprojekt – dem Jagdschloss – hat der Fürst zu Putbus ein Wahrzeichen für die Insel Rügen geschaffen.
Ein Wahrzeichen der Insel Rügen auf dem Tempelberg in der Granitz
Die Ausstellung veranschaulicht das Schloss als Gesamtkunstwerk, an dem Architekten, Handwerker und Künstler von 1836 bis 1852 gearbeitet haben. Hörstationen mit Zeitzeugenberichten beschreiben den Verlust des Inventars in der Nachkriegszeit oder das frühere Schloss. Der Turm wurde von dem berühmten Architekten Karl Friedrich Schinkel konzipiert. Seine Aussichtsplattform liegt 144 Meter über dem Meeresspiegel und bietet einen einzigartigen Panoramablick über die Insel Rügen. Die gusseiserne Wendeltreppe mit ihren 154 Stufen wurde an der Innenwand des 38 Meter hohen Turmes montiert. Sie ist selbsttragend und gilt als konstruktive sowie ästhetische Meisterleistung des Eisenkunstgusses. Mit klassischen Konzerten im Marmorsaal, Mondscheinwanderungen durch die Granitz und Kunstausstellungen der Kulturstiftung Rügen wird den Gästen hier außerdem das ganze Jahr lang ein abwechslungsreiches Programm geboten. Auch Eheschließungen sind im Jagdschloss möglich (Informationen dazu beim Standesamt des Ostseebades Binz unter Telefon 038393 / 3 74-28). Zu erreichen ist das Jagdschloss mit der Kutsche vom Großparkplatz Süllitz oder mit dem Jagdschlossexpress von Binz-Ost (nähe Aldi) aus. Zu empfehlen ist auch ein gemütlicher Spaziergang durch den romantischen Buchenwald der Granitz. Das Jagdschloss ist von Mai bis September täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.
Die wendische Jaromarsburg am Kap Arkona
Burgwall des sagenumwobenes Heiligtums der Ranen an Deutschlands Nordkap noch sichtbar

Zeitgenössische Darstellung des viergesichtigen Gottes Svantovit am Burgwall
Rügens nördlichste Halbinsel Wittow besitzt ihren Namen „Windland“ nicht von ungefähr: Der Wind ist dort ständiger Begleiter, die raue See reißt besonders an der Küste Kap Arkonas und trägt diese regelmäßig ab, immer wieder stürzen Teile des Hochuferkliffs ins Meer. Davon betroffen ist auch die ehemalige Burganlage der Ranen – heutzutage sind nur noch Reste des Burgwalls zu besichtigen. Die wendischen Einwanderer schützten damit die Tempelburg Arkona, die als Kultstätte ihr Allerheiligstes barg, gegen feindliche Übergriffe. Der slawische Stamm dominierte Rügen nach der Zerstörung Rethras – einem slawischen Zentralheiligtum in Mecklenburg, vermutlich am Tollensesee – im Jahr 1068 übernahm die ranische Tempelanlage von Arkona dessen Bedeutung als religiöses Zentrum der Slawen im südlichen Ostseeraum. Bis zu ihrer Eroberung und völligen Zerstörung am 15. Juni 1168 durch den dänischen König Waldemar I. und seinen engen Vertrauten Bischof Absalon galt die Jaromarsburg als uneinnehmbar, deren Name sich vom Ranenfürst Jaromar I. ableitet, der nach Rügens Unterwerfung durch Dänemark zu deren Vasallen wurde. Vom 6. bis 12. Jahrhundert war sie von drei Seiten durch die Steilküste und von der Landseite her durch einen Burgwall geschützt. Die Burganlage bestand aus zwei hintereinander liegenden 13 Meter hohen Wällen, welche zusätzlich befestigt wurden. Der Tempel und die Befestigung waren aus Holz gefertigt und dehnten sich ursprünglich 300 Meter in Nord-Süd- sowie 350 Meter in Ost-West-Richtung aus. Dem dänischen Geschichtsschreiber Saxo Grammaticus zufolge umgaben den quadratischen, säulengetragenen Tempel zwei Einhegungen, deren äußere ein purpurnes Dach trug. Im seinem Inneren stand eine vier Meter hohe, aus einem Eichenstamm gehauene Svantovit-Statue mit vier Köpfen. Über diese berichtet er: „In der Rechten hielt die Figur ein Trinkhorn, aus verschiedenen Metallen gebildet. Das hat der Priester jedes Jahr mit Met gefüllt und weissagt aus dem, was im Laufe des Jahres verschwunden ist, auf die kommende Ernte.“ Im Rahmen des Svantovit-Kults bzw. Svantovit-Orakels wurden zahlreiche Geschenke und Opfergaben sowohl aus der gesamten slawischen als auch der benachbarten nichtslawischen Welt dargebracht. Nur der Priester durfte dies innerhalb des Tempels tun – und dort nicht einmal atmen, um ihn nicht zu verunreinigen. Die derzeitige Fläche innerhalb des Walls stellt wahrscheinlich nur noch ein Drittel der ursprünglichen Ausdehnung dar. Aus diesem Grund finden seit einigen Jahren archäologische Notgrabungen statt, durch die der Standort des Svantovit-Tempels bestimmt wurde, von dem man lange annahm, dass er durch die Uferabbrüche verloren gegangen wäre: eine rechteckige Fläche, völlig frei von Fundstücken, um diese herum jedoch umso mehr Funde, welche auf Opfergaben und zerstörte Waffenteile hindeuten. Außerdem vermutet man, dass die zum Tempel gehörigen Siedlungen sich dort befanden, wo heute die Fischerdörfer Vitt und Putgarten („Am Fuße der Burg“) liegen.
Energie und gute Laune an der Ostseeluft
Ausflüge in das Selliner Hügelland sind
ein unvergesslich-faszinierendes Naturvergnügen

Grün, Weiß und Blau – die Selliner Farben stehen für aktive Abenteuer in der Natur
Grün, Weiß und Blau sind die aktiven Farben der Landschaft von Sellin. Grün wie der Granitzwald, Weiß wie Strand und Kreidefelsen, Blau wie die See – hinter dem natürlichen Farbkonzept des Ostseebades verbirgt sich eine Fülle vitaler und inspirierender Erlebnisse. Denn der Buchenwald der Granitz beginnt gleich neben der Seebrücke. Dort findet man auch die ersten Hinweisschilder für Wanderrouten durch diesen Zauberwald. Seit 1999 lädt ein Rundwanderweg von insgesamt 121 Kilometern Länge dazu ein, das Biosphärenreservat Südost-Rügen zu erkunden. Über sanfte Hügel, im Wechsel von schattigem Blätterdach und sonniger Lichtung – die sprühende Ostsee unterhalb des Hochufers, das Jagdschloss des Fürsten zu Putbus als erreichbares Ziel und magische Orte, wie den märchenhaften „Schwarzen See“ unterwegs. Das Wandern entlang der ausgeschilderten Routen durch das Biosphärenreservat Südost-Rügen folgt unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Die Wanderwege wurden nach den Richtlinien des Internationalen Volkssportverbands IVV eingerichtet und sind auch ohne Karte zu verfolgen. Die Landschaft rund um Sellin gehört zu den reizvollsten der Insel Rügen. Und auch die Südroute – von Sellin aus durch die Baaber Heide in das hübsche Dörfchen Middelhagen oder in die Zicker Berge – verspricht unvergessliche Eindrücke. „Man kommt immer irgendwo an!“, sagen all jene, die schon häufig hier gewandert sind. Die Wanderrouten können bis zu 31 Kilometer lang sein, die kürzeste ist mit 10 Kilometern die Route rund um den Selliner See. Dabei setzt man mit der traditionellen Ruderfähre vom Baaber Bollwerk nach Moritzdorf über. Während der Saison kann man sich auch den Urlaubsrangern anschließen, die mit ihren großen Hüten einmal in der Woche Interessierte an der Kurverwaltung abholen. Wer beim Wandern mehr über die gesunden Heilgewächse in Wald und Flur rund um Sellin lernen möchte, der kann mit René Geyer losziehen. „Man kann fast alles essen, was hier wächst“, sagt er und begeistert die Gäste besonders mit seinen Nachtwanderungen bei Laternenschein zum „Schwarzen See“. Alles, was man in Sellin zu Fuß erreichen kann, ist auch mit dem Fahrrad ein Erlebnis – dabei kann man noch ein Mittagessen in einer der idyllischen Dorfgaststätten am Selliner See einplanen oder ein Picknick in den Wiesen mit Boddenblick. Auch ausgedehnte Reitwege führen in versteckte Gegenden, die man anders kaum entdecken kann. Vom Reiterhof in Altensien aus geht es im Trab oder Galopp auf Pferden oder Ponys in die reizvollsten Winkel der umliegenden Landschaft. Wer Abwechslung zum Badeleben am Strand sucht, der findet im Selliner Freizeitbad „Inselparadies“ verschiedene Saunen und Dampfbäder, kann spezielle Massagen und Anwendungen buchen oder erproben, wie angenehm eine Körperpackung mit der Rügener Heilkreide ist. Vergnügt gleiten die Kinder derweil durch die Riesenwasserrutsche im dunklen Tunnel – der mit Licht und Toneffekten animiert ist.
Weitere Informationen:
Kurverwaltung Ostseebad Sellin
Telefon 038303 / 16 11, http://www.sellin.de/
Mit dem Fahrrad auf die Insel Ummanz
Die Insel im Westen Rügens ist ein Paradies für Tiere -
und für Ausflügler
Wer auf Rügen vor allem auf den Spuren der Romantiker wandelt, der denkt vielleicht, die Insel Ummanz braucht er nicht zu besuchen. Denn wo auf Rügen Märchenwälder wachsen, gibt es hier nur saftige Boddenwiesen, während an der Ostseeküste das spektakuläre Steilufer begeistert, regiert hier das richtig platte Land. Nur, wenn es um die Kultur geht, kann das kleine Inselchen, das über eine etwas zu groß geratene Betonbrücke zu erreichen ist, groß auftrumpfen. Denn die St. Marienkirche in Waase ist für Kenner eine Attraktion. Sie besitzt einen kunsthistorisch bedeutsamen Altar aus dem 16. Jahrhundert. Der Antwerpener Schnitzaltar zeigt Szenen aus dem Leben des Heiligen Thomas Beckett. Wer sich zu einer Radtour rund Ummanz aufmacht, der kann in zwei Stunden viel erleben. Ein Paradies für Tiere ist Ummanz auf jeden Fall. Weil sie sich in den Flachgewässern rund um die Insel besonders wohl und sicher fühlen, fliegen viele Zugvögel alljährlich im Frühjahr und im Herbst die Insel an. Bei Tankow gibt es eine Beobachtungsstation für Kraniche, die mit ihrem exotischen Aussehen ein ungewöhnliches Erlebnis sind. Auch die Haflinger Pferde werden hier gezüchtet - und grasen fröhlich auf der Boddenwiese, obwohl sie eigentlich „Gebirgspferde" sind. Ein ansässiger Betrieb züchtet diese uralte Rasse, veranstaltet auch Kutschfahrten und offeriert gute Produkte für Schönheit und Gesundheit aus Ummanzer Stutenmilch. Auch das Pommersche Rauwollschaf, das man an seinem schwarzen Kopf erkennt, wird hier gezüchtet. Man kann beobachten, wie glücklich die vom Aussterben bedrohte Rasse hier sein darf, wenn die kleinen schwarzen Lämmer zutraulich an die Zäune kommen. In feuchten Brachwäldern sind auch Wildschweine zuhause und so kann man auch tagsüber ab und zu eine Bache mit ihren Jungen beobachten.

Naturbelassene Feuchtwälder sind ein Paradies für Tiere
In Suhrendorf sausen die Surfer über das Wasser. Anfänger trainieren in der professionellen Surfschule, die hier besonders gut arbeiten kann. Das Stehrevier ist ungefährlich, Wind gibt es genug und wer stürzt, kann sich im flachen Wasser einfach wieder aufrichten. Mit dem Rad fährt man über schöne, ruhige Asphalt- und „Hosenträgerstraßen". Schön ist es, den Deich entlang zu radeln und dabei nach Stralsund und Hiddensee zu schauen. So eine Deichfahrt, die gibt es auf Rügen nun wirklich nur an ganz wenigen Orten zu erleben.
Weitere Informationen:
Tourismusverein Westrügen e.V.
Telefon 038305 / 53 98 99, www.westruegen.net
Wat, dau fährst nach Rügen hin?
Die Halbinsel Mönchgut ist ein mythisches Land
mit einzigartigen Naturerlebnissen

Die Zickerschen Berge auf Mönchgut - sanfte Hügel hinter den Wassern
Seit der Slawenfürst Jaromar II. den Mönchen von Eldena 1252 die Halbinsel Reddevitz schenkte, träumt das „Mönike Guedt" seinen eigenen Traum. Die einzigartige Inselgruppe ist auf drei Seiten von Wasser umspült. Lange Zeit war sie durch den Mönchgraben vom Mutterland Rügen getrennt. Darum hat sich Mönchgut bis heute viele seiner Traditionen bewahrt. Fast dreißig Quadratkilometer ist die Halbinsel Mönchgut groß. Sie besteht aus verschiedenen Inselkernen. Ob Groß Zicker, Gager oder Middelhagen, ob Lobbe, Alt Reddevitz, Mariendorf oder Baabe, ob Göhren, Thiessow oder Klein Zicker - wie die Menschen haben sich auch die Landschaften ihren Eigensinn bewahrt. Die Boddengewässer heißen Having, Hagensche Wiek, Zicker See oder Kaming, die eiszeitlichen Höhen sind Landhäupter und heißen hier Höft. Das Mönchgut ist die Halbinsel der harmonischen Gegensätze. Sanfte Hügel wechseln sich mit flachen Landstreifen ab, die manchmal nur einen halben Meter über dem Meeresspiegel liegen. Land und Wasser behaupten sich gleichberechtigt, Bodden und Ostsee strahlen um die Wette. Weit geschwungene Sandstrände werden durch steile Kliffs unterbrochen, in denen seltene Vogelarten nisten. Stille Dörfer verstecken sich im Hinterland, lebendige Badeorte glänzen mit historischer Bäderarchitektur. Mönchgut gehört zum Biosphärenreservat Südost-Rügen, denn der Naturschutz war hier schon immer selbstverständlich. Ebenso hat Mönchgut die Künstler inspiriert - wer ihnen folgt, entdeckt einzigartige natürliche Schönheit. Die wunderschöne und vielgestaltige Landschaft Mönchguts verspricht viel und hält alles. Jeder Ausflug stimuliert die Sehnsucht nach mehr. Wer im Frühjahr von den Gagerschen Höhen über den Bakenberg zum Zickerschen Höft wandert, findet Leberblümchen, Schlüsselblumen und Buschwindröschen. Reitend über die Höfte und auf einsamen Hochuferwegen zwischen den Wassern bieten sich immer wieder spektakuläre Blicke. Gute Wanderwege führen zu den schönsten Orten der Halbinsel. Blicke über Land und Wasser rufen dabei Erinnerungen an uralte Märchenerzählungen wach. Versteckte Orchideenwiesen laden zum Picknick ein, Radwege führen über sanfte Hügel, vorbei an Schafweiden und Streuobstwiesen zu romantischen Rastmöglichkeiten. Sie sind ein Erlebnis für die ganze Familie und Radwanderer finden hier auch für eine Nacht Quartier. Ferien auf Mönchgut - das ist Erholung mit allen Sinnen.
Weitere Informationen:
Kurverwaltung Ostseebad Göhren
Telefon 038308 / 66 79-0, www.ostseebad-goehren.de
Von Sassnitz aus Rügens Natur erleben
Die Hafenstadt auf Jasmund ist idealer Ausgangspunkt
für Ausflüge in Naturidylle

Fischertypen und wirklich frischer Fisch im Stadthafen Sassnitz
„Wir sind Rügen!" werben Sassnitz und die Halbinsel Jasmund nicht ohne Grund für einen Besuch. Denn tatsächlich findet man nicht nur den Kreidefelsen Königsstuhl, das bekannteste Wahrzeichen der Insel Rügen, hier. Das Hafenstädtchen Sassnitz ist ein erstklassiger Ausgangspunkt, um die Insel aktiv zu erkunden. Ob es zum Nationalpark mit dem Nationalpark-Zentrum Königsstuhl geht oder an mythische Orte der Slawenkultur, in den Stadthafen mit Kuttern, auf denen noch wahre Fischertypen arbeiten, oder auf eine Wanderung am Naturstrand der Schaabe. Kreidefelsen und Hochufer, Boddenlandschaft und Küstenwälder, Hafenpromenade und versteckte Dorfgasthäuser - von hier aus lässt sich alles in kurzen Ausflügen entdecken.
Wer in der Stadt Quartier nimmt, kann teilhaben am fröhlichen Betrieb im Stadthafen und zugleich die Stille der Natur genießen. Ausgedehnte Strände liegen nur wenige Kilometer entfernt und gleich hinter dem letzten Wohngebäude beginnt der kleinste Nationalpark Deutschlands. Jeder Tag verführt mit einem anderen Ausflugsangebot: zum feinen Sandstrand an die Prorer Wiek oder die nördlich gelegene Schaabe, wandernd durch die Stubbenkammer und ihre mystische Sagenwelt, nach Windland Wittow und zum Kap Arkona oder mit dem Ausflugsschiff vom Sassnitzer Hafen aus auf Tour zu den Kreidefelsen, in die anderen Ostseebäder oder in die Ferne - nach Skandinavien, Litauen oder St. Petersburg. Auf dem sechs Kilometer langen Radweg fährt man entlang der Prorer Wiek mit Sandstrand und Kiefernwäldern in das Ostseebad Binz. Durch die Wälder der Stubbenkammer geht es über sanfte Hügel auf naturbelassenen Wegen. Die Wanderung zu den Kreidefelsen beginnt ebenfalls in Sassnitz. Der Hochuferweg führt zum Königsstuhl und weiter bis nach Lohme, vorbei an der Piratenschlucht und dem Kieler Ufer - an beiden Punkten und auch am Königsstuhl kann man die Perspektive wechseln und zum steinreichen Strand hinabsteigen. Nach Süden wandert man in frischer Brise am Meeresufer entlang ins Ostseebad Binz. Bei geführten Stadtrundgängen und Wanderungen durch den Nationalpark können Gäste außerdem die Schönheit des Ferienziels mit begeisterten Kennern erleben, auf den Reitwegen im Nationalpark Jasmund fühlen sich Reiter in märchenhafte Zeiten zurückversetzt. Und schon jetzt gibt es zahlreiche Segel- und Surfschulen in Sassnitz und Umgebung.
Weitere Informationen:
Tourist-Service Sassnitz
Telefon 038392 / 64 90, www.insassnitz.de
Willkommen im Seebad Breege-Juliusruh
Segeln, Wandern, Radeln, Angeln:
Urlaub an der See machen, wo Rügen noch Insel ist

Ideales Segel- und Angelrevier Breeger Bodden
„Erlebnis zwischen Bodden & Meer" - unter diesem Slogan begrüßt die Gemeinde Breege-Juliusruh, das nördlichste Seebad der Insel Rügen, alle Gäste. Seine einmalige Lage an einem der schönsten und längsten Inselstrände, der Schaabe, die Vielfalt der Natur und das breite Angebot von Ferienunterkünften in allen Kategorien sind beste Voraussetzungen für einen Inselurlaub der besonderen Art. Ausgebaute Rad- und Wanderwege laden zur Erkundung der Halbinsel Wittow ein und das bekannte Kap Arkona sollte als Wanderziel in keinem Fall fehlen. Ein Hochuferweg mit herrlichem Blick über die Tromper Wiek führt direkt von Juliusruh zu diesem Wahrzeichen Rügens. Auch die Schwesterinsel Hiddensee lässt sich vom Breeger Hafen aus bequem mit dem Fahrgastschiff erreichen - schon die Überfahrt durch die Boddengewässer wird Gäste begeistern. Zugleich ist der Breeger Bodden ein ideales Segelrevier. Für den eigenen Segeltörn können hier von der Jolle bis zur Hochseeyacht sämtliche Wassergefährte gemietet werden. Wer Lust verspürt, einmal die Angel auszuwerfen, um Hecht, Barsch oder Aal nachzustellen, für den bestehen gute Chancen, vom Ufer oder Boot aus eine leckere Mahlzeit an Land zu ziehen. Die notwendige Angelberechtigung und der Touristenfischereischein sind im hiesigen Informationsamt erhältlich. Gerade der Sommer lockt viele Gäste an die Strände Nordrügens, jedoch kann an der See zu jeder Jahreszeit ein erlebnisreicher Urlaub verbracht werden. Denn es ist nicht nur die Badesaison, die Erholung verspricht. Beispielsweise nutzen im Herbst Scharen von Kranichen die Insel für einen Zwischenstopp auf dem Weg in den Süden - für jeden Urlauber die seltene Möglichkeit, diese imposanten Vögel auf ihren Rastplätzen zu beobachten. Sturmwanderungen im Frühjahr oder Herbst bei tosender See machen außerdem Naturgewalten hautnah erlebbar. Und vielleicht spült das Meer gerade dabei einen großen Bernstein, das „Gold des Meeres", vor die Füße. Auf der nördlichsten Halbinsel Wittow ist noch erlebbar, was Rügen zur schönsten deutschen Insel macht, wenn Gäste ihren Urlaub dort verbringen, wo Rügen noch Insel ist.
Das kostenlose Gastgeberverzeichnis ist beim Informationsamt Breege-Juliusruh unter Telefon 038391 / 3 11 anzufordern. Weitere Informationen auch unter: http://www.ostseebad-breege.de/
Wenn auf Jasmund die Natur erwacht
Frühling ist die beste Ausflugszeit zum Wandern oder Radfahren
rund um Sassnitz
Um den Rügener Hering frisch oder in leckeren Marinaden zu probieren, gibt es wohl keinen schöneren Ort, als den historischen Stadthafen von Sassnitz. Inmitten von funktionstüchtigen Kuttern mit echten Seebären und bei einem Spaziergang über die längste Außenmole Europas schmeckt der gesunde Fisch gleich doppelt so gut! Ausflugsstimmung herrscht in Sassnitz und auf der Halbinsel Jasmund allerorten. Die hübschen Fahrgastschiffe kommen frisch poliert aus der Werft und Dorfgasthäuser und Restaurants an der Hafenpromenade erwarten gut gelaunt ihre Gäste. Fast glaubt man, auch die Natur hat sich extra für sie heraus geputzt - denn im Nationalpark Jasmund strahlt nicht nur der berühmte Kreidefelsen, sondern überall blüht es fein und grünt es kräftig. Am besten erholt man sich bei einer Wanderung durch den sanften Hügelwald oder über grüne Hochuferwege am Meer. Bei einem anschließenden Besuch im Nationalparkzentrum am Königsstuhl lassen sich die Naturerlebnisse durch interessante Ausstellungen und multimediale Präsentationen vertiefen.
Weitere Informationen:
Tourist-Service Sassnitz
Telefon 038392 / 64 90, http://www.insassnitz.de/
Reiseziel Nordwest-Rügen noch Geheimtipp
Ruhe und Naturerlebnis für Individualisten
in stiller, beschaulicher Boddenlandschaft
In den vergangenen Jahren sind im Nordwesten der Insel Rügen immer mehr Ferienunterkünfte entstanden. Die Bedeutung der Region als Reiseziel für Individualreisende ist deutlich gestiegen. Gerade außerhalb der Hauptsaison im Juli und August entscheiden sich immer mehr Gäste für einen aktiven Urlaub in der Natur und nehmen die Entfernung zum Strand der Ostsee dabei gern in Kauf. Weit entfernt von standardisierten Unterkünften und unpersönlichem Service finden Gäste hier noch das echte Rügener Leben. In der Frühe fahren die Fischer mit ihren kleinen Kuttern zu den Stellnetzen im Bodden hinaus, in der kalten Jahreszeit arbeiten die Rohrschneider im Schilf und in kleinen Gasthöfen wird fangfrischer Fisch aus der Gegend traditionell zubereitet. Die kleine Insel Ummanz und ihre Umgebung eignet sich besonders für einen Urlaub mit der Familie. Bei Bauer Kliewe und Bauer Lange werden das ganze Jahr über Veranstaltungen angeboten, hier kann man ausgezeichnet Radfahren, die Haflingerzucht besuchen oder den RügenPark mit seinen Miniaturen und Spiel- und Fahrattraktionen für Kinder. Im alten Handwerkerstädtchen Gingst gibt es ein schönes Museum zur Handwerkskunst, einen Feinkostladen, andere Werkstätten und kleine Läden und auch verschiedene Cafés und Gaststätten. Rund um Trent ist das Land flach und eignet sich ideal zum Radfahren, immer wieder findet man dabei hübsch restaurierte Herrenhäuser. Außerdem ist man der Ostsee näher und Schaprode hat sogar einen eigenen kleinen Strand. Über die Wittower Fähre ist man in einer guten halben Stunde am ausgedehnten Naturstrand der Schaabe oder am Kap Arkona. Auch zur Nachbarinsel Hiddensee ist es nicht weit. Wer Ferien in einer authentischen Boddenlandschaft sucht, der reist auf die Halbinsel Lebbin oder nimmt Quartier bei den Banzelvitzer Bergen. Sanfte Hügel, hübsche Dörfer, Tetzitzer See und Großer Jasmunder Bodden, hübsche Gutshäuser und Kirchen prägen die Landschaft, die der viel besuchten Halbinsel Mönchgut kaum nachsteht – nur alles um eine Spur kleiner, stiller, beschaulicher offeriert.

Schöne Aussichten vom Grümbke-Turm in Neuenkirchen, gelegen im ruhigen Nordwesten der Insel
Weitere Informationen:
Tourismusverein Westrügen e.V.
Telefon 038305 / 53 98 99, www.westruegen.net
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