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Riesengrab bei Nobbin

 

Der Riesenberg bei Kap Arkona

Großsteingrab von Nobbin gehört zu den sehenswertesten der Insel Rügen

 

Auf der Insel Rügen gibt es besonders viele Hügelgräber aus prähistorischer Zeit. Manche liegen verborgen auf Äckern, in Wäldern oder auf ehemaligen Militäranlagen. Norddeutschlands größtes Hügelgrab, der Dobberworth bei Sagard, liegt sogar unter einer dicht bewachsenen Erhebung verborgen. Nicht jeder Erdhügel verbirgt ein Grab – doch wenn sie sich auf engem Raum häufen, wie in den “Woorker Bergen" kann man damit rechnen, dass sie historische Bedeutung haben. Der so genannte „Riesenberg“ liegt nordöstlich des Ortes am Steilufer der Tromper Wiek.

Großsteingrab von Nobbin

 

Man erreicht ihn auf dem Weg von Altenkirchen nach Putgarten über einen Radweg, der über die Goorer Berge nach Kap Arkona führt. Das Hügelgrab von Nobbin gehört zu den sehenswerten Anlagen auf Rügen, da es auch noch gut erhalten ist. Es ist 34 Meter lang und war vermutlich, wie die meisten anderen Grabstellen der Zeit, einst von Erde überhäuft. Wie diese ist a er noch heute von einem „Hünenbett" – einer Art Steineinfassung, umgeben. Es besitzt zwei Kammern und vier Ecksteine, die auch „Wächtersteine" genannt werden. Bei Ausgrabungen 1970 wurde hier u.a. eine arabische Münze gefunden, dies könnte der Beweis dafür sein, dass die Anlage auch später noch benutzt wurde. „Haine voll Grabmähler und Opferaltäre" begeisterten den Altenkirchener Pfarrer Kosegarten, der mit seinen Schriften dazu beigetragen hat, dass die Romantiker die Insel Rügen entdeckten. Das Grab von Nobbin war für ihn „das imposanteste und zugleich am besten erhaltene". Für die Romantiker waren die Hügelgräber Zeugen einer verklärten vorhistorischen Zeit, in Mensch und Natur noch im Einklang miteinander gelebt haben. Von Caspar David Friedrich existieren zahlreiche Skizzen von Rügener Hügelgräbern, Carl Gustav Carus hat das Nobbiner Grab in einem Gemälde verarbeitet. Die Megalithgräber wurden zwischen 3.500 und 3.200 v. Chr. erbaut. In der gesamten Region, die heute als „Trichterbecherkultur" beschreiben wird und die sich von den Niederlanden bis nach Polen erstreckt, waren es wohl ca. 30.000 Anlagen. Später hat man immer wieder Verstorbene dort bestattet, sogar in der Slawenzeit nutzte man gelegentlich noch die Großsteingräber.


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