Tauchgondel
Eintauchen in die Welt des Baltischen Meeres
Die größte Tauchgondel Europas befindet sich
an der Seebrücke im Ostseebad Sellin

Die Tauchgondel befindet sich am Ende der bekannten Selliner Seebrücke
Foto: Christiane Burwitz
Wie das Requisit aus einem Kinofilm sieht die Tauchgondel aus, die an der Seebrücke Sellin festgemacht hat. Das faszinierende Objekt lädt alle Gäste ein, die nicht selbst tauchen, aber dennoch trockenen Fußes die faszinierende Unterwasserwelt der Ostsee kennen lernen wollen. Obwohl der Besucherraum bis auf etwa 4 Meter in die Tiefe taucht und nur einen Meter über dem Meeresboden stehen bleibt, herrschen weiterhin Druckverhältnisse wie an Land, denn die Tauchgondel ist druckfest konstruiert. Auf Tauchstation erfährt man Interessantes über den Lebensraum Ostsee und die Tiere und Pflanzen, die, je nach Sichtverhältnissen und Jahreszeit, vor den Fenstern zu beobachten sind. Schon während des Abtauchens vermittelt die Besatzung spannendes Wissen über die Ostsee, über ihre Besonderheiten und ihre Gefährdung. Ein weiteres Fenster in die Welt der Meere eröffnet ein 3 D-Unterwasserfilm über die Ostsee. Der beeindruckende Film stellt das jüngste Meer der Erde und seine Bewohner vor. Nur wenig Fantasie ist nötig, um sich vorzustellen, dass die gefilmte Kegelrobbe direkt an der Tauchgondel vorbeizieht. Fische wie Flunder und Aal, die uns sonst nur auf den Speisekarten der Rügener Fischgaststätten begegnen, sind hier als lebendige Wesen zu beobachten. Ohrenquallen, winzige Planktonwesen, flinke Garnelen und majestätische Plattfische ziehen über Seegraswiesen und Sandgrund. Vom Baltischen Meer zum großen Barrier Riff und auf die Bahamas geht es, wenn ein weiterer 3 D-Film eindrucksvoll die Bedeutung der Korallenriffe für die gesamte Erde anschaulich macht. Die erste dieser weltweit neuartigen Tauch- und Bildungseinrichtungen, die Tauchgondel in Zinnowitz auf der Insel Usedom, ging 2006 in Betrieb. Erfinder der Gondel ist der Wolgaster Konstrukteur Andreas Wulff, der zusammen mit seinem Partner, dem Greifswalder Meeresbiologen Volker Miske, das Projekt entwickelt und durchführt. Die Tauchgondeln werden in Wusterhusen bei Greifswald gebaut. Naturschutzpartner ist der World Wide Fund for Nature (WWF). Die Selliner Tauchgondel ist das ganze Jahr lang geöffnet und so sollte man nicht versäumen, den Wandel der Jahreszeiten auch unter Wasser zu verfolgen.

Faszinierender Ausflug in die Unterwasserwelt der Selliner Ostsee
Foto: Christiane Burwitz
Die Tauchgondel ist
von Nov. bis April täglich außer Montag und Dienstag
von 11 bis 16 Uhr,
im Mai, September und Oktober
von 10 bis 18 Uhr und
von Juni bis August
von 10 bis 21 Uhr geöffnet
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