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Ausflugstipp: Putbus
Die von Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus letzte planmäßig erbaute Residenzstadt und Modellstadt des Späten Klassizismus präsentiert sich als ein "italienischer Traum" mit Stuck, Säulen und Rosen. Zentrum ist der Circus, ein kreisrunder Platz mit einem 19 Meter hohen Obelisken im Zentrum um den sich 15 klassizistische Häuser gruppieren. Die weiße Stadt im grünen Herzen Rügens ist die Kulturhauptstadt der Insel

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Jagdschloss Granitz


Vom Turm des Jagdschlosses kann man die gesamte Insel Rügen überblicken

 

Das Jagdschloss Granitz wurde ab 1837 von dem Berliner Architekten Johann Gottfried Steinmeyer für Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus errichtet. Wie ein Wahrzeichen bekrönt der verputzte Backsteinbau den Tempelberg, weithin sichtbar ist sein hoher Mittelturm. Eine umfangreiche Trophäensammlung und historisch ausgestattete Salons erinnern an die ehemalige Nutzung des Jagdschlosses. Auf einer Fläche von 200 Quadratmetern zeigt das Jagdschloss eine Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Pommerschen Landesmuseum Greifswald eingerichtet wurde. Kunstwerke und mediale Präsentationen sowie Architektenentwürfe und -modelle sind dort zu sehen. Ein lebensgroßes Porträtgemälde aus dem Privatbesitz derer von Putbus stellt den visionären Bauherrn Fürst Wilhelm Malte I. vor. Als Gründer der Stadt Putbus hat er eine der schönsten Residenzen und Seebäder Preußens erbaut. Mit seinem letzten und kostspieligsten Bauprojekt – dem Jagdschloss – hat der Fürst zu Putbus ein Wahrzeichen für die Insel Rügen geschaffen.


Ein Wahrzeichen der Insel Rügen auf dem Tempelberg in der Granitz

 

Die Ausstellung veranschaulicht das Schloss als Gesamtkunstwerk, an dem Architekten, Handwerker und Künstler von 1836 bis 1852 gearbeitet haben. Hörstationen mit Zeitzeugenberichten beschreiben den Verlust des Inventars in der Nachkriegszeit oder das frühere Schloss. Der Turm wurde von dem berühmten Architekten Karl Friedrich Schinkel konzipiert. Seine Aussichtsplattform liegt 144 Meter über dem Meeresspiegel und bietet einen einzigartigen Panoramablick über die Insel Rügen. Die gusseiserne Wendeltreppe mit ihren 154 Stufen wurde an der Innenwand des 38 Meter hohen Turmes montiert. Sie ist selbsttragend und gilt als konstruktive sowie ästhetische Meisterleistung des Eisenkunstgusses. Mit klassischen Konzerten im Marmorsaal, Mondscheinwanderungen durch die Granitz und Kunstausstellungen der Kulturstiftung Rügen wird den Gästen hier außerdem das ganze Jahr lang ein abwechslungsreiches Programm geboten. Auch Eheschließungen sind im Jagdschloss möglich (Informationen dazu beim Standesamt des Ostseebades Binz unter Telefon 038393 / 374-28). Zu erreichen ist das Jagdschloss mit der Kutsche vom Großparkplatz Süllitz oder mit dem Jagdschlossexpress von Binz-Ost (nähe Aldi) aus. Zu empfehlen ist auch ein gemütlicher Spaziergang durch den romantischen Buchenwald der Granitz. Das Jagdschloss ist von Mai bis September täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

 

  Weitere Informationen: www.mv-schloesser.de
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