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Aktuelles

Sanierung des Alten Marktes in Stralsund nun wirklich ab September 2011 zugesagt

Bürgermeister sagt Baubeginn auf dem Alter Markt in Stralsund für Anfang September zu

Im Juli 2011 fand zwischen der Hansestadt Stralsund und dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege ein abschließendes Gespräch in Vorbereitung auf die bevorstehenden Ausgrabungen auf dem Alten Markt statt.
Dazu sagt Oberbürgermeister Dr. Alexander Badrow: "Ich freue mich, jetzt mitteilen zu können, dass einem Baubeginn Anfang September nichts mehr im Wege steht." Vorgesehen ist, den 80 x 60 m² großen Platz zu sanieren und dabei archäologische Ausgrabungen durchführen zu lassen.  (Pressestelle Stralsund)

Baustart für Nikolaikirchhöfe noch im Mai

Zur Sanierung des Alten Marktes gehört auch die Umgestaltung des nördlichen und westlichen Nikolaikirchhofes unmittelbar neben dem fast 5.000 Quadratmeter großen Platz.
Diese städtebaulich hochkarätigen Bereiche werden ihrer Bedeutung und insbesondere ihrer Funktion als Aufenthaltsbereich und Eingangszone für den Alten Markt und für St. Nikolai zurzeit nicht gerecht und sollen durch Austausch der Oberflächen, Einordnung von Sitzgelegenheiten und Beleuchtung des städtebaulichen Raumes erneuert werden.
Für die Nikolaikirchhöfe liegt jetzt die Vereinbarung über die archäologische Begleitung des Vorhabens durch das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege vor, so dass Ende Mai mit den ersten Bauarbeiten begonnen wird. "Der Eingriff in den Boden wird dabei gering sein.", betont Oberbürgermeister Dr. Alexander Badrow. (Pressestelle Stralsund)

 

(Brunnen)Wasser soll kommen

und gehen

Temporäre Wasserfläche, optimiertes Lichtkonzept und Verschönerung des Nikolai-Kirchhofes

Der Alte Markt von Stralsundein architektonisches Kleinod, wichtiger Schauplatz der Stralsunder Geschichte und seit Jahren ein immer beliebter und schöner werdender Platz mit Cafés und Restaurants zum Verweilen. Doch die Städtebauplaner sehen dennoch ausreichend Potenzial für Verschönerung und Optimierung – im Detail. Unvorteilhafte Beleuchtungsarrangements des architektonischen Ensembles, hässliche Technikschränke, unsaubere Ecken, unebene Pflasterung und optimierbares Mobiliar. Noch in diesem Dezember soll mit der Umsetzung der ambitionierten Pläne begonnen werden und bis zum Juni 2012 müssen Einheimische und Gäste mit partiellen Einschränkungen leben, die auch den nördlichen und westlichen Nikolai-Kirchhof betreffen werden. Allerdings wollen die Städtebauer Restaurationen, das alltägliche Leben, Veranstaltungen und Sehenswürdigkeiten so geringfügig wie möglich beeinträchtigen und werden anhand eines komplex ausgetüftelten Arbeitsplanes mit kleinen Baustellen rund um und über den Markt und Nikolai-Kirchhof wandern. Doch was soll sich verändern€ Um die Geschichte des Alten Marktes mit seinem fast vollständig erhaltenem historischen Pflaster zu würdigen, wird der neue Alte Markt nach der Fertigstellung auch wieder den Füßen seine altgedienten Kopfsteine darbieten, doch soll die sehr unebene Fläche ausgeglichen und einheitlich neu verlegt werden, natürlich unter Fortbestand des sogenannten roten „Teppichs“ auf das Rathaus zu. Die wohl auffälligste Veränderung wird, zumindest wenn sie gefüllt ist, die temporäre Wasserfläche sein. In nur fünf Minuten soll sich die, bis zu 15 Zentimeter tiefe Wasserfläche füllen, könnte dauerhaft stehen, bei Veranstaltungen gänzlich verschwinden oder im steten Wechsel kommen und gehen. Möglicherweise wird es sogar eine Fontäne mit Überraschungseffekt geben. Ihren Platz findet die Wasserfläche auf der Störfläche aus Betonplatten auf der es ehemals einen Löschteich gab. Einzig die versiegelten Steinzwischenräume und die umlaufende Schlitzrinne sowie ein winziges Zu- und Ablaufelement in der Mitte verraten die Position der Wasserfläche in Abwesenheit des Wassers. Dazu sind einige neue Sitzmöglichkeiten mit und ohne Rückenlehnen geplant. Nebenbei wird es geschicktere Lösungen für Abfalleimer, -tonnen, Trafokästen und Fahrradständer  geben. Wichtiger Bestandteil der Neugestaltung ist auch das Lichtkonzept, denn daran hapert es bisher deutlich: verschiedene Lichtfarbigkeit, unvorteilhafte Ausrichtung, wie die beiden kreisrunden Lichtkegel die vom Dach des Hauses der Gewerkschaften auf die Fassade fallen. Hier sind durch moderne Technik heute deutlich bessere und energiesparende Lösungen möglich. Der dritte zentrale Gestaltungsgegenstand wird der nördliche und westliche Nikolai-Kirchhof sein. Fristen hier bisher viele Ecken ein  schmuddeliges und unwürdiges Dasein und ist die Westseite keineswegs gehfreundlich, sollen in Zukunft auf dem nördlichen Nikolai-Kirchhof an der Semlower Straße die Grundrisse der ehemaligen historischen Bebauung durch niedrige Zwergliguster-Hecken angedeutet werden und neue Pflasterung und eine indirekte Bodenbeleuchtung abendlichen Spaziergängern sicheres Gehen gewähren. Einheimische und Touristen müssen sich zwar noch in Geduld üben, dürfen aber wohl auf das Ergebnis bei Tag und Nacht sowie bei Märkten und Veranstaltungen gespannt sein. In diesem Jahr jedenfalls muss der traditionelle Weihnachtsmarkt weichen und das weihnachtliche Zentrum wird der Neue Markt sein. (rügen aktuell)

Fotos: Alter Markt Stralsund, Pressestelle Stralsund

Abb.: Planungsentwurf zur Gestaltung des Alten Marktes und des angrenzenden nördlichen und westlichen Nikolaikirchhofes, WES& Partner Landschaftsarchitekten


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