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Ausflugstipp: Putbus
Die von Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus letzte planmäßig erbaute Residenzstadt und Modellstadt des Späten Klassizismus präsentiert sich als ein "italienischer Traum" mit Stuck, Säulen und Rosen. Zentrum ist der Circus, ein kreisrunder Platz mit einem 19 Meter hohen Obelisken im Zentrum um den sich 15 klassizistische Häuser gruppieren. Die weiße Stadt im grünen Herzen Rügens ist die Kulturhauptstadt der Insel

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Lange Nacht des offenen Denkmals in Stralsund

Tausende zieht es alljählich in dieser besonderen Nacht hinaus und in die Altstadt Stralsunds. Vor 8 Jahren begann die Tradition dieser Denkmalverzauberung. Ob Privathäuser - besonders selten von innen zu sehen -, Kirchen, Museen in alten Klostermauern, das Rathaus, Speicher und Keller, Innenhöfe oder Geschäftshäuser, sie alle öffen Tore und Türen für Einheimische und Gäste um hier Tanz, Musik, Mystisches, Lesungen, Vorträge, Kabarett, Kleinkunst und Performance zu präsentieren. Bisher immer mit dabei die historische Ratssitzung, in diesem Jahr wieder im Löwenschen Saal des Rathauses. Zwar wie immer dem Ansturm der begeisterten Anhänger kaum gewachsen, bot der Saal doch das richtige Ambiente für die acht Ratsherren (besetzt aus Mitgliedern der Plattdütsch Späldäl to Stralsund und Personen des politischen Geschehens Stralsunds). Tief in die Geschichte Stralsunds tauchten die herrlich kostümierten Darsteller ein und brachten Probleme des öffentlichen Interesses aus dem Jahr 1384 auf den Plan, die doch manchmal sehr an aktuelle Debatten erinnerten. Wem da wohl der Spiegel vorgehalten wurde€

Vergebliche Mühen nimmt auf sich wer in dieser Nacht versucht alle Kulturstätten aufzusuchen. So ist es auch nicht angedacht, soll doch die Vielfalt von jährlich über 50 Veranstaltungen die vielen begeisterten Nachtschwärmer aufnehmen und über die ganze Altstadt verteilen. So konnte man bei Thomas Putensen und Sohn im Remter des Katharinenkloster reinhören, im Dielenhaus in völliger Abwesenheit von Licht auf dem Trödelmarkt handeln oder einen neugieren Blick in den ehemaligen Reitstall an der Mühlenstraße/Ecke Mönchstraße werfen und sich neben dem Genuss des seltenen Einblicks gleich noch aus der Hand die Zukunft lesenen lassen. In Flammenschein hüllte sich die neueste Denkmal-Baustelle der Stadt auf der Kron Lastadie am Querkanal. Hier ist für die Zukunft ein spannendes Nutzungskonzept zu erwarten. Für diesen Abend hieß es ersteinmal sich durch den feurigen Liebestanz am Wassersaum betören zu lassen. Musikalisch verkürzten viele Künstler wie die Band Bluesrausch oder der Sachpfeifenspieler am Whiskyhaus diese Lange, kurze Nacht der Denkmale.

Das nächste Jahr bitte schon einmal vormerken und vielleicht erleben ja dann sogar noch mehr Leute die immer bis auf den letzten Stuhl besetzte Ratssitzung. Ließe sich doch zumindest eine der Sitzungen auch auf dem in diesem Jahr für die Lange Nacht neu entdeckten Balkon (Altan) des Artushofes abhalten.  

Allen Denkmalbegeisterten, denen entweder diese besondere Nacht entgangen ist oder die noch nicht genug Denkmal genossen haben, sei der Tag des offenen Denkmals mit vielen Stationen in Stralsund oder auch auf der Insel Rügen und im Vorpommerschen Umland empfohlen. Dafür schon einmal Sonntag, den 12. September reservieren. Nähere Informationen zu Standorten und Veranstaltungen auf der Seite www.tag-des-offenen-denkmals.de.  


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