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Die STÖRTEBEKER FESTSPIELE von 2010
Im Jahre 1401, als Klaus Störtebekers gefangen und hingerichtet wurde, soll er den Hamburger Ratsherrn für seine Freilassung eine armdicke Goldkette, die das Hamburger Rathaus umschlingen könne, angeboten haben. Das ist für wahr eine Menge Gold – aber woher könnte Störtebeker diesen Schatz gehabt haben€ Dem sagenhaften Reichtum des Piratenkapitäns gehen die STÖRTEBEKER FESTSPIELE in ihrer aktuellen Trilogie „Störtebekers Gold“ auf der Freilichtbühne von Ralswiek direkt unterhalb des Schlosses am Großen Jasmunder Bodden nach. Im diesjährigen zweiten Abenteuer „Der Fluch des Mauren“ fordert eine Abordnung Kastiliens unter Führung des fanatischen Abtes Ignatius von Granada außer den üblichen Tributzahlungen auch die Reliquie des Heiligen Antonius, die im Schrein des gleichnamigen Brunnens ruht. Sollte Granada Tribut und Reliquie nicht in 100 Tagen entrichten, droht Kastilien mit Krieg. Unglücklicherweise hat aber der jüdische Schatzmeister Granadas, Eli ibn Saul, diese Reliquie für frühere Tributzahlungen heimlich beim Bankhaus San Giorgio in Genua verkauft. Störtebeker, Goedeke und Thomasius erreichen derweil Granada und beginnen mit ihrer Suche nach versteckten Hinweisen auf den verschollenen Schatz der Templer. Von dem Mädchen Maria, auf deren Familie seit Generationen ein Fluch liegt, erfährt Störtebeker, dass der Heilige Antonius – den Maria immer wieder anruft, um sie von dem Fluch zu erlösen – der Schutzpatron der verlorenen Schätze ist. Störtebeker glaubt, damit den entscheidenden Hinweis auf den Verbleib des Schatzes gefunden zu haben. Die genuesische Bank San Giorgio, das eigentliche Machtzentrum der Stadt, hat gerade zu einer Wohltätigkeitsveranstaltung geladen. Die „feine Gesellschaft“ soll bei einer Modenschau die Kreationen berühmter Couturiers ersteigern, der Erlös soll den Armen zu Gute kommen. In diese Vorbereitungen platzt Eli ibn Saul, um die Reliquie vom Bankherren Baptista de Rocca zurückzukaufen. De Rocca behauptet, sie nicht mehr zu haben. Er nämlich war es, der der kastilischen Krone geraten hat, die Reliquie zu fordern und da sie in seinem Besitz ist, liefert er den Kastilienen den ersehnten Kriegsgrund. Er finanziert den Krieg und im Gegenzug verpflichtet sich Kastilien, seine gesamte Flotte bei ihm zu versichern. So hofft er sein Bankhaus zum mächtigsten Finanzinstitut Europas zu machen. Der „Schwarze Krake“ – ein berüchtigter Pirat, der im geheimen Auftrag de Roccas Schiffe kapert, um deren Eigner zu Versicherungen bei ihm zu zwingen – verlangt derweil von de Rocca noch ausstehenden Lohn. Doch dieser weigert sich, zu zahlen und will obendrein seinen anrüchigen Komplizen los werden. Immerhin gelingt es dem „Schwarzen Kraken“, de Rocca ein Schnippchen zu schlagen: Der düpierte Bankherr muss die teuren Kleider der internationalen „Haute Couture“ selbst bezahlen. Störtebeker und Maria empfinden mittlerweile mehr als Sympathie füreinander. Dem Geheimnis des Templerschatzes sind Störtebeker und seine Freunde allerdings nicht näher gekommen. Das Eintreffen Guy de Rigaults in Granada, der sich an Störtebekers Fersen geheftet hat, um den Schatz in den Besitz des Hauses Orleans zu bringen, macht die Sache nicht leichter. Eli ibn Sauls erfolglose Reise nach Genua lässt Hassan, den fanatischen Heerführer Granadas, frohlocken. Auch er will den Krieg, so vorausschaubar Granadas Niederlage auch ist. Störtebeker begreift, dass die Reliquie sowohl der Schlüssel für Granadas Überleben als auch für das Auffinden des Templerschatzes ist. Er bietet Eli ibn Saul an, die Reliquie zu beschaffen, wenn sie ihm im Gegenzug für kurze Zeit überlassen wird. Der Schatzmeister ist zwar skeptisch, aber da er keinen anderen Ausweg sieht, geht er auf den Handel ein … Wird Störtebeker den Schatz der Templer noch finden€ Wie das Abenteuer ausgeht, wird jedoch erst der letzte Teil der Trilogie im Jahr des Herrn 2011 zeigen. Das Bühnenbild der 18. Spielsaison stellt die Festung Alhambra in Granada/Südspanien und das Bankhaus San Giorgio in Genua/Nordwestitalien dar. 150 Darsteller, vier schwimmende, versenkbare Holzschiffe (Koggen) sowie 30 Pferde und etliche Greifvögel werden neben einer Reihe neuer spannender (Pyro-)Spezialeffekte und dem abendlichen Feuerwerk in diesem Sommer zu erleben sein.Seit dem Start der Festspiele im Jahre 1993 pilgerten fast 5 Millionen Besucher nach Ralswiek, um die Geschichten und Abenteuer des legendären Seeräubers live und hautnah zu erleben. Mit etwa 370.000 Gästen in der Saison sind die Störtebeker Festspiele damit übrigens das besucherreichste Open Air Deutschlands.
Die Aufführungen finden vom 19. Juni bis bis zum 4. September montags bis samstags um 20 Uhr auf der Naturbühne Ralswiek an der B 96, ca. 5 Kilometer nördlich von Bergen, statt. Jeweils um 11 und 18 Uhr sind außerdem die „Könige der Lüfte“ zu erleben, wenn Berufsfalkner Volker Walter seine Greifvögel in einer Flug-Show vorstellt.
Tickets u. Informationen:
Tel. 03838 / 31 10-0
Fax 03838 / 31 31 92
info@stoertebeker.de
www.stoertebeker.de
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